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Stadt Wolfsburg Übernachtungszahlen in Hotels steigen: Dehoga schlägt trotzdem Alarm
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Übernachtungszahlen in Hotels steigen: Dehoga schlägt trotzdem Alarm
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00:01 15.08.2017
Hotelbau am Allersee: Die steigende Zahl der Hotelzimmer in Wolfsburg beobachtet der Hotel- und Gaststättenverband nicht ohne Sorge. Quelle: Matthias Leitzke
Wolfsburg

Dehoga-Chef Wolfgang Strijewski fordert mehr Tagungen und die Modernisierung des CongressPark, um mehr Gäste in die VW-Stadt zu locken.

Die Übernachtungszahlen in Wolfsburger Hotels steigen. Das ist eigentlich eine gute Nachricht. Aber: Gleichzeitig steigt auch die Bettenzahl durch den Bau neuer Hotels. Und die Verweildauer der Hotelgäste sinkt. Für Dehoga-Chef Wolfgang Strijewski gute Gründe, um Alarm zu schlagen: „Die Anzahl der Betten steigt deutlich schneller als die Anzahl der zusätzlichen Gäste. Das kann sich langfristig auf die Qualität niederschlagen.“ Seine Hoffnung: „Wir müssen mehr Tagungen und mehr Wochenendgäste nach Wolfsburg locken.“ Wolfsburg habe ja das Potenzial dafür.

Die aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik sind auf den ersten Blick gut: Demnach registrierten Wolfsburger Hotels von Januar bis März 2017 insgesamt 112.639 Übernachtungen – deutlich mehr als 2016 (104.836) und 2015 (108.152). Ein besseres Geschäft bedeuten diese Zahlen für die Hotels trotzdem nicht: Denn die durchschnittliche Verweildauer der Hotelgäste sank auf 1,6 Tage – 2012, so Strijewski, seien sie im Schnitt 2,1 Tage geblieben. Hinzu kommt: Die Zahl der Hotels stieg auf 41, 2016 waren es 37, 2015 noch 35. Die Bettenzahl in den Hotels stieg von 3479 (2016) auf 4358 in 2017. Ein Trend, der bei der Bettenauslastung noch deutlicher wird: Die sank im Januar 2017 auf 25 Prozent (2016: 28 Prozent), im Februar auf 26,5 Prozent (2016: 33,7 Prozent) und im März auf 31,7 Prozent (2016: 35,23 Prozent). Zum Vergleich: 2012 lag der Januar bei 39, der Februar 46 und der März bei 44,7 Prozent. Für Wolfgang Strijewski sind all das bemerkenswerte Zahlen: „Der Wettbewerb ist härter geworden. Und er wird noch härter werden.“

Denn: Am Allersee entsteht ein neues Hotel, ein weiteres Hotel wird erweitert, in Vorsfelde ist ein Boardinghouse geplant, auch ins frühere Landleben könnte ein Hotel ziehen. Strijewskis Befürchtung: „Hotelzimmer in Wolfsburg könnten zum Discountprodukt werden“. Möglicher Ausweg aus der Krise? „Wir brauchen mehr Tagungen und Wochenendgäste“, sagt Strijewski. „In Wolfsburg gibt es viel Rahmenprogramm am Wochenende. Das könnte man noch ausbauen.“Wichtig sei auch ein vernünftiger Tagungsort: etwa ein modernisierter oder neuer CongressPark.

Von Carsten Bischof

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