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Stadt Wolfsburg Überfall auf Kiosk: Angeklagter muss in die Entzugsklinik
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Überfall auf Kiosk: Angeklagter muss in die Entzugsklinik
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18:04 01.11.2018
Urteil vor dem Landgericht: Der Kioskräuber von Westhagen muss für zwei Jahre und vier Monate in eine Entzugsklinik. Quelle: Carsten Bischof
Westhagen

Nach dem bewaffneten Überfall auf einen Kiosk in Westhagen im November 2016 muss der Angeklagte für zwei Jahre und vier Monate in eine Entzugsklinik. Dort soll der 36-Jährige von seiner Alkoholsucht loskommen. Das entschied am Donnerstagvormittag das Schöffengericht am Landgericht. Der Angeklagte hatte bereits zu Prozessbeginn zugegeben, bei der Tat eine Angestellte mit einem Messer bedroht und etwa 15 Schachteln Zigaretten erbeutet zu haben.

Angeklagter rief nachts bei der Polizei an und gestand die Tat

Was den Fall für Ermittler und Justiz ungewöhnlich machte: In diesem Februar hatte der Angeklagte in einer Nacht drei Mal bei der Wolfsburger Polizei angerufen und das Verbrechen zugegeben. Bis dahin hatte nichts auf den Westhagener als mutmaßlichen Täter hingedeutet. Vielmehr waren die Ermittlungen laut Staatsanwalt Anfang 2017 eingestellt worden. „Es ist selten, dass jemand Gewissensbisse bekommt, und eine Tat zugibt“, sagte die vorsitzende Richterin mit Blick auf das Verhalten des Angeklagten.

Der 36-Jährige hatte in dem Kiosk eine damals 64-jährige Angestellte mit einem Küchenmesser bedroht und die Herausgabe von Geld gefordert. Um nicht erkannt zu werden, hatte er sich einen Kapuzenpulli ins Gesicht gezogen. Da sich die Kasse nicht so schnell öffnen ließ, erbeutete der Westhagener damals 15 Schachteln Zigaretten und konnte unerkannt entkommen.

Gutachter: 36-Jähriger leidet an schwerer Alkoholsucht

Der psychiatrische Gutachter Dr. Jochen Rütten attestierte bei dem Angeklagten eine schwere Alkoholabhängigkeit. So hätte der 36-Jährige täglich zwei Flachen hochprozentige Spirituosen getrunken. Er empfahl die Unterbringung im Maßregelvollzug in einer Entzugsklinik. Dafür hatte sich der Angeklagte zuvor selbst ausgesprochen und die Erfolgsaussichten für einen vor Prozessbeginn vorhandenen freiwilligen Therapieplatz als gering eingeschätzt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten und ordnete die Unterbringung in einer Entzugsklinik an.

Von Jörn Graue

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