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Überfälle durch Terroristen: Fahndung im TV

Wolfsburg Überfälle durch Terroristen: Fahndung im TV

Die Rote Armee Fraktion (RAF) hat in Wolfsburg zugeschlagen – diese Schock-Nachricht saß auch gestern bei vielen Wolfsburgern tief. Derweil erhoffen sich die Behörden Hinweise auf den Aufenthalt des brutalen Trios, das Ende Dezember einen Geldtransporter mit einer Panzerfaust angegriffen hatte – vor allem durch die Ausstrahlung in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ gestern Abend.

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Fahndung im Fernsehen: „Aktenzeichen XY“ rekonstruierte gestern die Überfälle der RAF-Terroristen (o., l.). Die Polizei veröffentlichte unterdessen eine Phantomskizze eines der Täter.

Quelle: dpa

Über 120 Hinweise gingen im Laufe der Sendung ein, einige so konkret, dass Ermittler noch während der Ausstrahlung aktiv geworden sind!

Zwar stand in der  Sendung der Raubüberfall in Diepholz im Mittelpunkt, den die RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub (61), Daniela Klette (57) und Burkhard Garweg (47) bereits im Juni verübt hatten. Zudem aber gab es ein neues Phantombild, das den Mann zeigt, der den Beifahrer des Nordsteimker Geldtransportes bedroht hatte. Der Mann soll etwa 50 Jahre alt sein, 1,80 bis 1,90 Meter groß und schlank. Er hatte schwarzgraue Haare und einen Schnauzer.

Doch wo sind die brutalen Täter, die jahrelang im Untergrund gelebt hatten? Bislang gibt es keine Spur. Häufiger gehen solche Täter den Ermittlern weniger durch gezielte Fahndung ins Netz, als wenn sie aus ihrem Versteck kommen, weil das Geld ausgeht. So war es wohl auch hier, wie Innenminister Boris Pistorius überzeugt ist. Es gebe keine Hinweise auf neue terroristische Aktivitäten, sagte er gestern. Vielmehr handle es sich bei den Überfällen wohl um „Beschaffungskriminalität im weiteren Sinne“.

Viele Wolfsburger waren durch die neuen Hintergründe geschockt. Für Oberbürgermeister Klaus Mohrs gibt der RAF-Bezug dem schlimmen Verbrechen eine „gesteigerte Dramatik.“ Mohrs spricht vielen aus der Seele: „Ich hoffe, dass diese Terroristen endlich gefasst und bestraft werden.“

Noch keine heiße Spur

Trotz der zahlreichen Hinweise, die noch Abend und am heutigen Morgen eingegangen waren, ist der entscheidende Tipp offenbar noch nicht dabei gewesen.

„Die berühmte heiße Spur gibt es noch nicht“, sagte Lutz Gaebel von der Staatsanwaltschaft Verden am Donnerstag. Die Hinweise würden nun noch mal intensiv überprüft.  Die drei ehemaligen RAF-Terroristen Daniela Klette, Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg stehen im Verdacht, im vergangenen Jahr schwer bewaffnet mindestens zwei Geldtransporter in Wolfsburg und Stuhr bei Bremen überfallen zu haben. Beide Male mussten die Täter ohne Beute flüchten.   In der Live-Sendung am Mittwoch wurde unter anderem ein neues Phantombild gezeigt, das nach Zeugenangaben erstellt wurde. Gaebel warnte am Donnerstag Bürger davor, eigenmächtig auf die Gruppe zuzugehen. „Aufgrund der Berichterstattung müssen wir davon ausgehen, dass sich die Täter höchstwahrscheinlich bewaffnet haben.“

fra

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