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Über 20.000 DDR-Bürger feierten in Wolfsburg

Wolfsburg Über 20.000 DDR-Bürger feierten in Wolfsburg

So friedlich und fröhlich im November 1989 die Tage und Wochen nach der Grenzöffnung verliefen, für die Stadt Wolfsburg, die Polizei und andere wichtige Organisationen handelte es sich um eine echte Bewährungsprobe.

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Wolfsburg im November 1989: Sonderzüge aus der DDR und Freibier vor der WAZ-Redaktion (unten).

Quelle: Foto: Archiv

Denn der Besucherstrom wuchs an. Waren am ersten Wochenende nach der Mauerfall rund 13.000 DDR-Bürger gekommen, waren es am zweiten Wochenende schon über 20.000.

Ein Problem war die Unterbringung. Viele DDR-Besucher wollten gern über Nacht bleiben, konnten aber ein Hotel nicht bezahlen. Stadt und Deutsches Rotes Kreuz richtete daher kostenlose Feldbetten ein, zum Beispiel im Schulzentrum „Im Eichholz“ in Vorsfelde oder beim DRK am Walter-Flex-Weg. Außerdem wurden kostenlose Quartiere bei Privatpersonen vermittelt - ein Service, der in Wolfsburg über 1000-mal in Anspruch genommen wurde.

Die meisten Besucher reisten mit dem Auto an, viele kamen aber auch mit der Bahn - zwischen den Bahnhöfen Wolfsburg und Oebisfelde hatte man kurzfristig einen Zug-Pendelverkehr eingerichtet. In Wolfsburg hatte viele Läden ausnahmsweise auch am Sonntag geöffnet, Und: Die Stadt forderte alle Marktbeschicker auf, auch am Sonntag ihre Stände vor dem Rathaus aufzubauen, weil die Nachfrage nach Obst und frischem Gemüse besonders groß war.

Zwei Busse starteten am Rathaus zu kostenlosen Stadtrundfahrten. DRK, THW und Feuerwehr teilten am Rathaus, an der Post und am Bahnhof kostenlosen Kaffee und preisgünstige Suppe (Erbensuppe für eine Mark Ost) aus, zudem gab es belegte Brötchen: Ein Service, für den die Stadt rund 50.000 D-Mark ausgab.

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