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Turbo-Baby: Til Waßmus kam im Klinik-Eingang zur Welt

Eilige Geburt Turbo-Baby: Til Waßmus kam im Klinik-Eingang zur Welt

Geburt im Eiltempo: Yvonne und Christian Waßmus schafften es noch bis in die Eingangshalle des Klinikums – und holten ihr Kind kurzerhand selbst auf die Welt.

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Drei, die gut lachen haben: Der kleine Til kam im Klinikum zur Welt – aber im Foyer, nicht im Kreißsaal. Christian und Yvonne Waßmus sind stolz auf ihren jüngsten Spross.

Quelle: Britta Schulze

Reislingen. Til Waßmus hatte es wohl eilig: Seine Eltern schafften es am vergangenen Freitag nicht einmal mehr in den Kreißsaal, der kleine Junge wurde noch in der Empfangshalle des Klinikums geboren.

„Um halb fünf waren wir noch mit der Kita beim Laternenumzug“, erzählt die nun dreifache Mutter Yvonne Waßmus. „Mitten im Wald ist mir dann die Fruchtblase angerissen. Das war schon ein bisschen unangenehm.“ Also ab nach Hause – dort geht Yvonne aber erst einmal duschen, ihr Mann Christian versorgt die beiden Töchter Jolina (9) und Louisa (2) mit Essen und verständigt die Großeltern. „Aber erst einmal haben wir die beiden allein zu Hause gelassen“, sagt er. „Die Große ist da schon total mütterlich und hat aufgepasst, bis Oma und Opa kamen.“

Als Yvonne und Christian um 17.15 Uhr am Krankenhaus ankommen, ist der Parkplatz voll, sie lassen das Auto denkbar weit vom Eingang stehen. „Christian hat mich noch getriezt, dass Laufen doch bestimmt gut für mich sei“, lacht Yvonne Waßmus. Wenige Minuten später ist das Kind da – die Mutter aber noch längst nicht im Kreißsaal. „Kurz nach der Drehtür war der Kopf in der Hose“, erzählt der Vater. Eine andere Patientin legte Yvonne Waßmus ihren Schal unter und stützt ihren Kopf, ein anderer schirmt sie mit ihrem Mantel ab. Christian Waßmus fängt das Kind auf. Berührungsängste hat er keine: „Für mich ist das total emotional und das größte Wunder der Natur.“ Noch bevor die Hebammen im Erdgeschoss ankommen, ist der kleine Til vollständig draußen, Geburtszeitpunkt: 17.28 Uhr. Ein kritischer Moment: „Die Nabelschnur hatte sich zweimal um seinen Hals gewickelt. Er sah ziemlich blau aus und schrie nicht gleich“, berichtet die Mutter. Da wurde es in der rappelvollen Eingangshalle “mucksmäuschenstill“. Doch dann der erlösende erste Schrei! „Erst als da der Applaus losging, wurde mir klar, wie viele Menschen eigentlich da waren.“

Schon die Geburt des zweiten Kindes war bei dem Paar ungewöhnlich schnell verlaufen – Louisa kam auf der Schwelle zum Kreißsaal zur Welt, auch damals half der Papa bei der Geburt. „Ich würde sofort zum Geburtshelfer umschulen“, so der gelernte Karosseriebaumeister. „Aber beim nächsten Kind brauchen wir einen Ferrari – oder ich hol’ das Baby gleich zu Hause auf die Welt.“ Davon will seine Frau allerdings nichts wissen. „Nee, jetzt hören wir auf“, winkt sie ab. „Drei Kinder reichen.“

Von Frederike Müller

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