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Stadt Wolfsburg Trotz Messerangriff: Täterin hofft auf Bewährungsstrafe
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Trotz Messerangriff: Täterin hofft auf Bewährungsstrafe
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00:16 22.09.2016
Rechtsanwalt Frank Waschke (l.) plädierte dafür, die Angeklagte milde zu bestrafen: „Eine Bewährung halte ich für angemessen.“ Quelle: Andrea Müller-Kudelka
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Die Frage, wie es so weit kommen konnte, bleibt zum Bedauern des Opfers unbeantwortet - die Angeklagte kann sich an ihre Tat im Alkoholrausch kaum erinnern.

In den Plädoyers vor dem Landgericht in Braunschweig ging es vor allem um das Strafmaß. Drei Jahre und sechs Monate Haft forderte Staatsanwältin Vanessa Beyse, auf vier Jahre und fünf Monate erhöhte Michael Tornow, Anwalt des 52-jährigen Nebenklägers. Dieser hatte den Angriff überlebt, verlor jedoch seine Milz - mit lebenslangen gesundheitlichen Folgen.

Frank Waschke, Rechtsanwalt der Angeklagten, hofft auf Milde: Er findet zwei Jahre auf Bewährung angemessen: Die Mindeststrafe für gefährliche Körperverletzung sei durch sechs Monate Untersuchungshaft abgegolten und die Sozialprognose günstig. Die Angeklagte könne weiter bei ihrem Lebensgefährten wohnen, habe Aussicht auf einen neuen Job und bereits einen Therapieplatz reserviert, um ihr Alkoholproblem in den Griff zu bekommen. Unter Tränen entschuldigte sich die 28-Jährige beim Opfer: „Mit fällt es schwer, Dir ins Gesicht zu gucken, weil ich mich so schäme.“ Sie ergänzte: „Ich bin den Abend immer wieder durchgegangen. Ich finde den Auslöser nicht.“

Zeugen lieferten ein relativ klares Bild von Tathergang und Motivation: Die 28-Jährige war stinksauer, als ihr Freund und sein Partner, der den Kauf des Vorsfelder Ecks finanziert hatte, sie als Geschäftsführerin absetzten. Als es dann am Abend ihres Geburtstags zum Streit mit dem Lebensgefährten kam und der sich in der Kneipe mit dem 52-Jährigen traf, brannten offensichtlich bei ihr alle Sicherungen durch.

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