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Stadt Wolfsburg Trauriger Trend: Kranke Haustiere werden ausgesetzt!
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Trauriger Trend: Kranke Haustiere werden ausgesetzt!
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22:00 13.09.2017
Ausgesetzt, weil sie krank waren: Am Hellwinkel fand eine Wolfsburgerin zwei Zwergkaninchen mit Hasenpest. Ein Schicksal, das viele Haustiere erleiden.  Quelle: privat/Archiv
Wolfsburg

 Trauriger Trend: Immer öfter werden in Wolfsburg Haustiere ausgesetzt, weil sie Krankheiten haben und der Besitzer sich die Kosten für den Tierarzt sparen möchte. Oder die kranken Tiere werden einfach vor dem Tierheim in Sülfeld abgesetzt. „Viele Menschen machen sich leider keine Gedanken darüber, dass ein Tier Folgekosten verursacht“, sagt Dr. Stefan Leopold, Leiter des Wolfsburger Veterinäramtes.

Aktueller Fall: Eine Wolfsburgerin fand auf dem Grillplatz im Hellwinkel zwei weiße Zwergkaninchen – die Nager hatten verklebte Augen und waren völlig benommen. „Sie hatten die Hasenpest“, sagt Diana Bauch (36). Bei der Tierfreundin, die selbst Hasen hält, landeten die Tiere zunächst. Sie brachte die Kaninchen zum Tierarzt, „aber er konnte nichts mehr für sie tun und schläferte sie ein.“ Die leblosen Körper brachte sie anschließend zur Tierkörpersammelstelle in der Dieselstraße.

Dr. Stefan Leopold, Leiter des Veterinäramtes: „Aussetzen ist gesetzlich verboten.“ Quelle: Sebastian Bisch

Diana Bauch ist empört über das Verhalten von einigen Tierhaltern: „Das ist eine Frechheit. Man hat doch eine Verantwortung für die Tiere und kann sie nicht einfach aussetzen, wenn sie krank sind.“ Die Wolfsburgerin blieb nur nicht auf den Folgekosten für die Kaninchen sitzen, weil sowohl Tierärztin als auch städtische Mitarbeiter eine Ausnahme machten.

Leider kommt das Aussetzen kranker Haustiere immer öfter vor. Vor allem, weil die Besitzer Kosten fürchten, die bei einem kranken Tier fällig sein könnten. Nicht nur die Behandlung durch den Tierarzt kostet, auch das Einschläfern und die spätere Entsorgung des Tierkörpers. „Dabei ist das Aussetzen gesetzlich verboten“, weiß Veterinär Leopold. Abschreckend ist das nicht, weiß auch das Wolfsburger Tierheim. „Leider kommt es regelmäßig vor, dass ausgesetzte und kranke Tiere hier landen“, so Julia Rose von der Wolfsburger Beschäftigungs-GmbH, die das Tierheim betreut.

Exoten: Sie landen im Artenschutzzentrum Leiferde – oft auch, weil die Besitzer die Kosten für die Unterhaltung dieser besonderen Tiere nicht mehr tragen möchten. Quelle: dpa

 Mit ähnlichen Problemen hat das Artenschutzzentrum in Leiferde zu kämpfen. Dort laden immer häufiger Exoten wie Warane und Schildkröten – auch das hat mit den Kosten zu tun. „Viele dieser Tiere sind teuer in der Unterhaltung. Und wenn es dem Besitzer dann zuviel wird, werden sie einfach in der Natur entsorgt.s Das ist einfach zum Kotzen“, schimpft Leiterin Bärbel Rogoschik.

Von der Redaktion

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