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Tragödie auf dem Gleis - 600 Reisende steckten fest

Notarzteinsatz auf ICE-Strecke Tragödie auf dem Gleis - 600 Reisende steckten fest

Wegen eines tragischen Zwischenfalls kam es gestern zu massiven Problemen rund um den Wolfsburger Hauptbahnhof. Eine Person hatte sich in Höhe des Allersees vor den ICE geworfen, der aus Berlin kam und über Wolfsburg in Richtung Mönchengladbach unterwegs war. Wegen des Suizids mussten 600 Reisende stundenlang in dem ICE kurz vor dem Hauptbahnhof ausharren und dann in einen zweiten Zug umsteigen.

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Notstop noch vor dem Wolfsburger Bahnhof: Wegen eines Notarzteinsatzes wurde die Bahnstrecke zwischen Wolfsburg und Berlin gesperrt.

Quelle: Kevin Nobs

Wolfsburg. Der Bahnhof selbst war gesperrt, deshalb fielen viele Verbindungen aus, Züge verspäteten sich. Und: Bremer Fans kamen mit erheblicher Verspätung zum Fußballspiel gegen den VfL Wolfsburg.

Kurz vor 17 Uhr kam es zu dem Unglück. Irgendwo in Höhe Allersee und Gewerbegebiet Ost erfasste der ICE die (noch unbekannte) Person, die nach ersten Erkenntnissen sofort tot war. Der Lokführer brachte den Zug in Höhe des Volke-Komplexes zum Stehen. Während draußen immer mehr Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundespolizei und Bahn eintrafen, warteten im Zug die Reisenden. In einer Durchsage hatten sie nur von einem „Personenschaden“ auf der Strecke erfahren. Der Lokführer wurde von einer Seelsorgerin betreut. „Er wurde dann mit einem Schock ins Klinikum gebracht“, sagte Einsatzleiter Benjamin Claaßen von der Berufsfeuerwehr.

Vollsperrung auf der Bahnstrecke bei Vorsfelde am Freitagnachmittag. Sowohl Fernzüge als auch der Nahverkehr waren betroffen: Nach Osten ging stundenlang kein Zug aus Wolfsburg raus - und es kam auch keiner an.

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Da der Unglückszug noch lange nicht bewegt werden durfte, mussten die 600 Insassen in einen weiteren Zug wechseln. Der IC, der ebenfalls in Richtung Nordrhein-Westfalen fuhr, traf um 19 Uhr ein, gegen 19.30 Uhr konnten die Bahnreisenden dann über Trittbretter überwechseln.

Im Hauptbahnhof blieb es trotz der Sperrung ruhig. Die Deutsche Bahn wies wartende Kunden per Durchsage auf einen „Notarzteinsatz auf dem Gleis“ hin und bat um Geduld. Der Sicherheitsdienst beantwortete Fragen. Der Düsseldorfer Michael Rubel zeigte Verständnis: „Ich wollte eigentlich mit dem Zug nach Hause fahren. Jetzt miete ich mir ein Auto.“ Relativ gefasst nahmen es auch viele Fans von Werder Bremen auf, die noch auf Kumpel warteten: „Doch die hängen irgendwo in Zügen fest“, sagte Nils Schöbel. „Wir hoffen, dass das Spiel später angepfiffen wird. Das wäre fair.“

 kn/bis

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