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Totschlag: Vier Jahre Knast für den Täter

Wolfsburg/Braunschweig Totschlag: Vier Jahre Knast für den Täter

Der Wolfsburger (20), der im Oktober seine gleichaltrige Freundin in Helmstedt erstochen hatte, muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte den Angeklagten gestern nach Jugendrecht wegen Totschlags.

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Totschlag: Ein Wolfsburger, der seine Freundin erstochen hatte, muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Der Angeklagte hat nach Überzeugung des Gerichts seine Freundin mit Messerstichen getötet, weil sie zu ihrem Ex-Freund, mit dem sie zwei Kinder hatte, zurück wollte. Der Angeklagte hatte die Tat gestanden. Die Vorsitzende Richterin Renate Reupke nannte die Beziehung ein „nervenaufreibendes und zermürbendes Hin und Her“, sehr belastend für den späteren Täter. Dessen Elternhaus sei lieblos gewesen, häufig gab es Schläge. Der 20-Jährige sei „unreif, wenig stabil und entwicklungsverzögert“.

Das Paar war erst seit wenigen Monaten liiert. „Der Angeklagte war sehr verliebt und fixiert auf sie“, sagte Reupke. Er wollte mit seiner Freundin nach Köln ziehen, sie habe sich zunächst begeistert gezeigt. „Tatsächlich war sie zu diesem Zeitpunkt schon wieder mit ihrem Ex-Freund zusammen.“ Am Tag der Tat seien Opfer und Täter nach Köln gestartet, dann aber doch in die Helmstedter Wohnung der Frau zurückgekehrt. Dort habe sie ihm eröffnet, dass sie zu ihrem Ex-Freund ziehen wolle, sagte Reupke.

Es kam zu einem lauten Streit. Der 20-Jährige schlug der Frau eine Wodkaflasche auf den Kopf und verletzte sie mit tödlichen Messerstichen an Leber, Milz und Niere. Anschließend versuchte er sich nach Einschätzung des Gerichts selbst umzubringen. Das Urteil ist rechtskräftig.

fra/dpa

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