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Totschlag: „Das war eine Säufertruppe!“

Wolfsburg Totschlag: „Das war eine Säufertruppe!“

„Polizei, Notarzt, Krankenwagen - die ganze Straße war voller Blaulicht.“ So schilderte ein Zeuge gegenüber der WAZ die Szenerie am Montagnachmittag in der Linnenstraße in Seesen.

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Seesen: In diesem Haus kam es zu der fürchterlichen Bluttat. Ein Wolfsburger sitzt in U-Haft.

Im Haus Nr. 4 hatte kurz zuvor ein Wolfsburger (48) einen 37-jährigen Mann erstochen - mit einem Küchenmesser.

Die Tat ereignete sich in einem Milieu, das Nachbarn als „sozial schwierig“ beschreiben. In dem Haus in der Linnenstraße am Rande der Seesener Innenstadt sei Ärger an der Tagesordnung gewesen. „Da kommt immer eine ganze Säufertruppe zusammen“, berichtet ein Nachbar. „Tagsüber kippen sie sich die Birne voll, nachts machen sie dann Radau“ - sowohl Täter als auch Opfer waren zum Tatzeitpunkt am Montag gegen 16.35 Uhr deutlich alkoholisiert. Von der Gruppe - bis zu zehn Männer und Frauen - halten die Nachbarn gezielt Abstand: Nicht wenige ordnen die Männer mit den kahl geschorenen Schädeln einem rechtsradikalen Umfeld zu.

Nach WAZ-Recherchen saß der Tatverdächtige (48) wegen Gewaltdelikten bereits jahrelang im Knast.

Nachdem er zwischenzeitlich in Wolfsburg gewohnt hatte, zog es ihn nach der letzten Haftentlassung offenbar zurück in seine Heimatstadt Seesen. Dort soll er im Ortsteil Bornhausen in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sein: Der Vater sei früh gestorben, der Junge geriet schon in jungen Jahren auf die schiefe Bahn, erzählt man sich in dem kleinen Ort.

Nach der Tat war der mutmaßliche Messerstecher zunächst geflüchtet, ein SEK nahm ihn gegen 20 Uhr fest. Seither sitzt der 48-Jährige in Untersuchungshaft - und schweigt offenbar beharrlich.

Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter auf Hochtouren.

fra

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