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Tote Mutter im Wald verscharrt: Gericht verhängt Bewährung

Gericht Tote Mutter im Wald verscharrt: Gericht verhängt Bewährung

Zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung hat das Wolfsburger Schöffengericht gestern einen 67-Jährigen wegen gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt. Der Mann hatte seine tote Mutter im Wald verscharrt, um weiter ihre Rente und Pflegegeld zu kassieren. Schaden: fast 20.000 Euro.

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Einsatz im Wald: Es ging im Amtsgericht um einen eher bizarren Betrugsfall.

Quelle: Fotos: Archiv

Vor Gericht begründete der 67-Jährige seine Handlungsweise nicht nur mit seiner angeblichen Spielsucht in Verbindung mit Geldnot - es sei auch der letzte Wunsch seiner Mutter gewesen, „unbedingt im Wald begraben zu werden“. Als die Frau 2012 eines natürlichen Todes starb, wickelte der Angeklagte die Leiche in Bettlaken und blaue Säcke ein („Ich habe sie richtig zur Mumie gemacht“).

Den toten Körper verscharrte er in einem Waldstück bei Essenrode, als nach einer Woche der Verwesungsgeruch in der gemeinsamen Wohnung in der Nordstadt unerträglich wurde.

Fast zwei Jahre lang konnte der Angeklagte die Tat verschleiern und fast 20.000 Euro Rente und Pflegegeld kassieren. Wenn Pflegekasse oder Hausarzt sich nach dem Rechten erkundigen wollten, behauptete er, die Mutter sei „bei ihrer Schwägerin“ oder „in Spanien“. Erst der Krankenkasse fiel irgendwann auf, dass die schwer pflegebedürftige Frau nicht mehr zum Arzt ging und keine lebensnotwendigen Medikamente erhielt. Die Polizei rückte mit einem Leichenspürhund an, der 67-Jährige legte daraufhin ein Geständnis ab.

Mit den eineinhalb Jahren auf Bewährung folgte das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert - sein Mandant sei nicht verpflichtet gewesen, den Tod der Mutter zu melden.

fra

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