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Ton Steine Scherben begeistern im Hallenbad

Gebremste Anarchie: Kultband spielt Klassiker als Akustik-Trio Ton Steine Scherben begeistern im Hallenbad

Die Anarcho-Kultband Ton Steine Scherben trat am Samstag im Hallenbad auf. 300 Fans waren begeistert.

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Gefeiert: Ton Steine Scherben begeisterten als Trio 300 Fans im Hallenbad.
 

Quelle: Boris Baschin

Stadtmitte.  Selbst die wildesten Anarchos werden mit den Jahren ruhiger. Der Musik muss das nicht schaden. Das zeigten Ton Steine Scherben bei ihrem Auftritt am Samstag im Hallenbad vor 300 Fans.

Seit einigen Jahren sind die beiden Ur-Mitglieder Kai Sichtermann (Bass) und Funky K. Götzner (Schlagzeug) als Akustik-Trio mit dem Nürnberger Sänger und Gitarristen Gymmick unterwegs. Seine Stimme und seine Bühnenpräsenz kommen der des Ur-Sängers Rio Reiser sehr nahe. Besonders in den melancholisch-träumerischen Liedern wie „Blinder Passagier“ oder „Weit hinterm Horizont“ und natürlich „Junimond“ meint man, den charismatischen Reiser zu hören, wie er mit sich und der Welt hadert. Aber trotzdem die Sonne zwischen den dunklen Wolken durchblinzeln sieht: „Die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen und die Spur der Verzweiflung wird der Wind verwehen.“

Dabei stellt sich die Band, die sich immer als politisch verstanden hat, immer wieder auf die Seite des vermeintlich kleinen Mannes, der arbeits- und bargeldlos durchs Leben treibt. „Geboren, um frei zu sein“, um ein bisschen Glück und Liebe im „Junimond“ kämpft.

Apropos kämpfen: „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ darf natürlich nicht fehlen – auch wenn es mit Cajon, Bass und Gitarre arg brav gespielt wird. Trotzdem sind Ton Steine Scherben beim Auftritt im Hallenbad wieder „Helfen für einen Tag“. Sie begeistern die rund 300 Fans, darunter viele jüngere. Sie bringen viele der Musikfans zum Nachdenken und erinnern an die wilden Anarchozeiten in den 60er und 70er Jahren. Und sie treffen mit ihren poetischen Texten immer noch bei vielen mitten ins Herz. Weil sie zeitlos und oft aktueller denn je sind. In Ruhe nachzuhören übrigens auf dem aktuellen Album zur Tournee: „Radio für Millionen“.

Von Carsten Bischof

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