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Stadt Wolfsburg Tödlicher Messerangriff: Acht Jahre Haft?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Tödlicher Messerangriff: Acht Jahre Haft?
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09:00 14.06.2014
Vor Gericht: Der Angeklagte mit seinem Rechtsanwalt Andreas Zott. Quelle: Foto: Franke
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Beide plädierten auf acht Jahre Gefängnis - wegen Totschlag!

Zur Erinnerung: Der 34-Jährige hatte Heiligabend 2013 in der Wohnung seiner Mutter in der Theodor-Heuss-Straße den Lebensgefährten (45) der Mutter nach einem Streit mit einem Küchenmesser erstochen (WAZ berichtete). Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft die Bluttat nur als Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Das sahen sowohl der Staatsanwalt als auch die Nebenklägerin - die Tochter des Opfers - nach der umfangreichen Beweisaufnahme anders. Ihre Argumentation: Wer mit dem Messer zusteche, nehme den Tod des Opfers billigend in Kauf - darum sei es in ihren Augen Totschlag.

Zunächst hatte auch die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten seine hochgradige Alkoholisierung von über drei Promille in Verbindung mit dem Konsum von Cannabis als schuldmindernd zugute gehalten.

Zusätzliche Forderung: Der Angeklagte soll in eine Entziehungsanstalt - aber erst nach Verbüßung von mindestens zwei Jahren hinter Gittern. Dass eine Therapie unbedingt angeraten wäre, sagte auch ein psychiatrischer Sachverständiger.

Nächste Woche hält die Verteidigung ihr Schlussplädoyer, das Urteil wird am Donnerstag im Landgericht Braunschweig erwartet.

fra

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