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Tödliche Messerstiche: Höchstens fünf Jahre Haft?

Wolfsburg Tödliche Messerstiche: Höchstens fünf Jahre Haft?

Eine Freiheitsstrafe von maximal fünf Jahren hat die Verteidigung am Mittwoch im Prozess um den tödlichen Messerangriff an Heiligabend 2013 gefordert.

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Prozess vor dem Landgericht Braunschweig: Rechtsanwalt Andreas Zott forderte eine Haftstrafe von maximal fünf Jahren für seinen Mandanten.

Quelle: Foto: Franke

Verteidiger Andreas Zott wertete die Bluttat als Körperverletzung mit Todesfolge.

Zotts Mandant, der angeklagte 34-jährige Wolfsburger, hatte an Heiligabend 2013 in der Wohnung seiner Mutter in der Theodor-Heuss-Straße in Detmerode den Lebensgefährten (45) der Mutter nach einem Streit mit einem Küchenmesser erstochen (WAZ berichtete).

Während Staatsanwalt und Nebenklage in ihren Plädoyers von Totschlag ausgegangen waren und acht Jahre Gefängnis gefordert hatten, wertete die Verteidigung die Bluttat als Körperverletzung mit Todesfolge. „Ein Tötungsvorsatz konnte meinem Mandanten nicht nachgewiesen werden“, sagt Rechtsanwalt Zott. Dazu passe auch das Verhalten des Angeklagten nach der Tat nicht - der 34-Jährige habe selbst die Feuerwehr zur Hilfe gerufen und immer wieder beteuert, wie leid ihm die Tat tue.

Die von der Staatsanwaltschaft geforderten acht Jahre Haft, die eher am oberen Ende des Strafrahmens liegen, halte er auch angesichts des hohen Alkoholisierungsgrades seines Mandanten mit über drei Promille für zu hoch.

Einig waren sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung hingegen darüber, dass der Angeklagte wegen seiner Alkoholprobleme zur Therapie in einer Anstalt untergebracht werden sollte.

Das Urteil des Braunschweiger Landgerichts wird heute erwartet.

fra

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