Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Tierisch: Stachelschwein steckte in Hehlinger Wassergraben

Wolfsburg Tierisch: Stachelschwein steckte in Hehlinger Wassergraben

Karin Page-Tucholke traute am Samstag ihren Augen kaum, als sie beim Spaziergang sah, warum ihre Hündin Mina so aufgebracht war. In einem Wassergraben in der Hehlinger Feldmark tummelte sich ein Stachelschwein! Mit der Unterstützung von Feuerwehr und Tierschutz gelang es, den Exoten einzufangen.

Voriger Artikel
Einbrecher steigen in drei Geschäfte ein
Nächster Artikel
Hattorf: Feueralarm ohne Feuer

Tierischer Fund: Karin Page-Tucholke und Hündin Mina entdeckten das Stachelschwein in diesem zugewachsenen Rohr. Später landete der Exot wohlbehalten in einer Regentonne (kl. Foto).

Quelle: Photowerk (gg)

Gegen 18 Uhr drehte Karin Page-Tucholke (59) eine Runde mit Labrador-Schäferhund-Mischling Mina. Am Rande eines Ackers verhielt sich die Hündin auffällig. „Sie stutzte und stutzte - dann stutzte ich und guckte in den Graben“, erzählt die Hehlingerin. Sie staunte nicht schlecht: Aus dem Wasserrohr einer elf Meter langen Unterführung ragte deutlich zu erkennen der hintere Teil eines ausgewachsenen Stachelschweins heraus! Ein Tier, das eigentlich in Afrika und Asien lebt.

Sie rief ihren Mann Erich Tucholke (65) und ihre Tochter Kira (35) zur Unterstützung. Das Stachelschwein war mittlerweile unerreichbar in das Rohr hineingekrabbelt. Die Polizei konnte nicht helfen, auch drei Jäger waren machtlos. Tucholkes baten Bärbel Gädke vom Tierschutzverein Wolfsburg und Umgebung um Hilfe - und die Hehlinger Feuerwehr.

Der Plan ging auf: Ortsbrandmeister Stefan Zerbe und sein Stellvertreter Martin Jerabek rückten mit einem Tanklöschfahrzeug an - und spritzten vorsichtig Wasser in das Rohr. Das einen knappen Meter lange Stachelschwein floh immer weiter vor dem schwachen Strahl, erschien am anderen Ende der Leitung und marschierte in eine fix hingelegte Regentonne.

Gädke und einige Hehlinger Helfer brachten das Tier ins Nabu-Artenschutzzentrum nach Leiferde. „Es wirkte sehr mager“, sagte Gädke. Nabu-Mitarbeiter fütterten das Stachelschwein mit Erdbeeren und Salat. Woher es kommt, ist völlig unklar. Es muss ausgesetzt worden oder entlaufen sein. Heute beginnt die Suche nach dem Besitzer. Hinweise ans Artenschutzzentrum, Tel. 05373/ 6677.

kn

Voriger Artikel
Nächster Artikel