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Tiergehege war früher ein Steinbruch

Anlage auf dem Klieversberg Tiergehege war früher ein Steinbruch

Das Tiergehege hat eine lange Geschichte: Es liegt im stillgelegten Steinbruch am Klieversberg, direkt neben dem Klinikum und dem Ehrenmal nahe der Porschehütte. Nach über 800 Jahren wurde der Betrieb im Steinbruch, aus dem zum Beispiel die Steine für die St.-Annen-Kirche kommen, 1925 geschlossen.

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Historische Aufnahme: Auf dem Gelände des Tiergeheges war früher ein Steinbruch – davon bekommen Besucher heute nichts mehr mit.

Quelle: Siglinde Hallwas

Wolfsburg. Ende der 50er Jahre war auf dem Gelände zunächst ein Wildgehege, in dem es Luchse und Wölfe gab. In den 80er Jahren drohte das Aus: Schließung und sogar Einebnung durch einen Beschluss der Stadt Wolfsburg waren im Gespräch. Das wollten Schüler mehrerer Schulen nicht hinnehmen und starteten daraufhin eine Unterschriftenaktion – über 8000 Unterschriften kamen zusammen. Der Erfolg war so groß, dass sich damals ein Förderkreis gründete und der Schließungs-Beschluss des Stadtrates wurde zurückgezogen.

Am 1. Mai 1983 eröffnete das Tiergehege in der heutigen Form neu. Statt großer Tiere waren aus gesetzlichen Gründen nur kleinere Tiere wie Enten, Graugänse, Wellen und Nymphensittiche, Fasane, Hühner, Pfaue sowie Kaninchen und Meerschweinchen erlaubt. Das Tiergehege wurde nach Auflösung des ersten Fördervereins von der Stadt allein unterhalten. Doch aus finanziellen Gründen stand das beliebte Tiergehege bald wieder vor dem Aus. Um die Schließung abzuwenden, gründeten Bürger im Herbst 2003 eine Initiative zum Erhalt des Tiergeheges, am 14.Mai 2004 gründete sich erneut einen Förderverein. Das Ziel: „Förderung, Erhalt und Weiterentwicklung des Tiergeheges als öffentliches Kulturgut, als Naherholungsziel sowie in pädagogischer Hinsicht als Tier- und Naturerlebnis“. Am 1. April 2006 übernahm der Förderverein das Tiergehege und führt es eigenverantwortlich.

Von Sylvia Telge

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