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Theater mit Flüchtlingen: Gemeinsame Sprache finden

Wolfsburg Theater mit Flüchtlingen: Gemeinsame Sprache finden

Wolfsburg. Sie heißen Sham und Maida, Salah und Ayad, Maruan und Fahed. Sie kommen aus Syrien und dem Irak, aus Eritrea und dem Sudan. Sie sprechen nicht dieselbe Sprache. Sie haben nur eines gemeinsam: Sie sind fremd, sie sind Flüchtlinge. Und sie suchen Kontakte. Beim Jungen Theater haben sie diese Kontakte gefunden.

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Theaterproduktion mit Flüchtlingen: Die Teilnehmer sind nicht nur an Theater interessiert, sondern auch an Kommunikation und Integration.

Quelle: Tim Schulze

In der Theatergruppe für Erwachsene treffen sich seit April alle zwei Wochen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die nicht nur am Theater(spielen) interessiert sind, sondern an Kommunikation und Integration. Italiener und Spanier sind dabei und natürlich viele Deutsche. Alle duzen sich, nennen sich beim Vornamen. Marianne plaudert mit Fabrizio, Gudrun mit Gigliola, Peter und Zaed diskutieren noch die Entscheidung des Schiedsrichters bei der Übertragung des gestrigen Fußballspiels. Manchmal sind nur zehn Personen da, das nächste Mal vielleicht 30 oder 40. Das Alter liegt zwischen 15 und 73 Jahren.

Initiator der Aktion auf der Probebühne des Hauses ist Bend Upadek, Leiter des Jungen Theaters Wolfsburg. Er und Theaterpädagogin Franziska Denecke geben den Ton an. Zuerst wird ein Kreis gebildet, der sich auf Franziskas schnelle Kommandos gleich wieder auflöst. „Swish“. „Boing“, „Pow“, „Splash“ und „Flop“ ruft sie in flinker Folge mit der Aufforderung, diese Befehle mit einem Impuls an den Nächststehenden weiterzugeben. Klingt kompliziert? Nicht für die Teilnehmer. Die wechseln die Plätze, laufen über die Bühne, entwickeln ihre eigene Choreographie, lachen wie ausgelassen spielende Kinder.

Dann übernimmt Upadek wieder die Regie. „Ihr sollt jetzt in einer Sprache sprechen, die gar nicht existiert“, verlangt er. Zweck dieser Übung? „Im Spiel eine gemeinsame Sprache zu finden, die alle gleichermaßen sprechen und verstehen. Traut euch einfach!“ Sich trauen heißt es auch bei der nächsten (Gruppen-)Aufgabe zum Thema Heimat. Was ist Heimat, was bedeutet sie für jeden einzelnen? „Ihr könnt sprechen, tanzen, singen oder spielen“, erklären Bernd Upadek und Franziska Denecke, „versucht nur, euch klar auszudrücken.“ Sie tun es jeder auf seine Weise: Die einen fröhlich und unbekümmert, die anderen eher traurig und nachdenklich voller Ängste und Hoffnung in eine unbekannte Zukunft.

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