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Theater: Ganz viel Applaus fürs Weihnachtsmärchen

Wolfsburg Theater: Ganz viel Applaus fürs Weihnachtsmärchen

Auch im Orient wird gelacht. Dumm nur, wenn ein Kalif und sein Großwesir sich in Störche verwandeln, aber vor lauter Lachen das Zauberwort vergessen, dass ihnen ihre menschliche Gestalt zurückgeben soll. So geschehen gestern im Theater anlässlich der Premiere des Weihnachtsmärchens „Kalif Storch“.

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„Kalif Storch“: Das Weihnachtsmärchen feierte eine tolle Premiere im Theater.

Quelle: Foto: Manfred Hensel

Flinke Handlung, bestens aufgelegte  Akteure, ein nach 1001 Nacht duftendes Bühnenbild und prächtige Kostüme (Andreas Auffenburg und Christel Zelder): Die Inszenierung von Rainer Steinkamp (nach Wilhelm Hauff in einer Bearbeitung von Sandra Keck) wird in rund 50 Aufführungen bis Weihnachten für feinste Unterhaltung sorgen.

Hinzu kommen Songs mit Ohrwurm-Qualität von  Stefan Stiller (musikalische Einstudierung; Christian Mädler) und die abwechslungsreiche Choreografie Britta Rollars. Alles zusammen garantiert Spaß und Spannung.

Sieben Darsteller zeigen sich von ihrer spielfreudigsten Seite. Hartmut Fiegen als Kalif, Rudolf Schwarz als Großwesir, Steffi Petrowitz als dessen resolute Frau Zanktippe und all die anderen Protagonisten erobern schnell die Sympathien der Zuschauer. Nur der böse Zauberer von Nico Radke muss ein paar Buh-Rufe hinnehmen, während Lena Stamm als seine Assistentin mit rührend vergeblicher Mühe das Handwerk der Hexerei zu erlernen versucht.

Dritter im Zauberbunde ist Tim Schaller;  Jenny Kippel hat ihren Auftritt als in eine Eule verwandelte schöne Prinzessin, die vom Kalifen (auch er endlich kein Storch mehr) von ihren hässlichen Federkleid befreit wird und neben ihm fortan über Bagdad herrschen wird.

Rhythmisches Klatschen zum „Ende gut, alles gut“-Song  und heftige „Zugabe“-Rufe.

km

"Kalif Storch": Das Weihnachtsmärchen feierte eine tolle Premiere im Theater.

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„Die Störchesind so komisch“

Der Premieren-Beifall wollte kein Ende nehmen, das Publikum klatschte fröhlich im Takt der Musik mit, und auf der Bühne dankte ein freudestrahlendes Ensemble mit allen Helfern im Hintergrund für die lautstarke Zustimmung der Zuschauer.

Die WAZ wollte wissen, wie „Kalif Storch“ denn einzelnen jungen Besuchern gefallen hat.

Als gute Beobachterin bewies sich die sechsjährige Milena. Nicht die tanzenden und lustigen Störche hatten es ihr angetan, sondern die grüne Schlange, die sich auf dem Basar von melodiösen Flötentönen aus ihrem Korb locken ließ. Die gleichaltrige Scarlett hingegen fand dann doch „die Störche am besten, weil die so verrückt tanzen und so komisch sind.“ Dieser Aussage schloss sich Edwin (7) an, während Melos (6) hier besonders „der Streit zwischen den Störchen“ imponierte. „Einfach gut“, so das knappe Urteil von Jauwad (10) und Amin (11), während Alan (10) mehr vom Missgeschick des bösen Zauberers beeindruckt war, „weil der immer den falschen Teppich hochfliegen ließ“.

Kritik kam aber von Melanie (10): „Langweilig. Der kleine Muck war besser.“ Auch ihre Freundin Kimberley zeigte wenig Begeisterung: „Ich find’s mehr für Kleinkinder etwas, da wird nur gejault und zu viel gesungen.“ Versöhnlicher reagierte Carlotta (10): „Mir gefällt der böse Zauberer am besten.“

km

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