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Stadt Wolfsburg Teure Südsee-Telefonate: Immer mehr Betrugsopfer
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Teure Südsee-Telefonate: Immer mehr Betrugsopfer
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23:55 10.12.2014
Quelle: Foto: Archiv
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Henning Dölger (71) brachte vor einigen Tagen den Stein ins Rollen: Er soll an zwei Tagen im Oktober 133-mal eine Nummer auf der Südsee-Insel Kiribati gewählt haben. Kostenpunkt: 2800 Euro. Und die soll er bezahlen, sagt die Wobcom. Auch wenn er offenbar Opfer von Telefonbetrügern ist, die sein Netzwerkgerät (Router) gehackt und sich so in sein Netz gewählt haben. Laut Wobcom sei das die Schuld der Kunden: Man hätte die Geräte besser mit einem Passwort schützen sowie den Fernzugriff deaktivieren sollen.

„Das ist doch eine absolute Sauerei“, sagt Harald Schönhoff (47). Er ist schon vor zwei Monaten den Kiribati-Abzockern aufgesessen, sollte 1900 Euro zahlen. „Das ist jetzt zwei Monate her und die Wobcom trifft keinerlei Maßnahmen, die Router zu schützen oder die Kunden zu informieren.“

Die Wobcom sagt, sie informiere Kunden regelmäßig, zum Beispiel in Form von Newslettern. „Da guckt doch keiner rein“, ärgert sich Schönhoff. Er hat das Geld übrigens bisher nicht gezahlt und klagt. Auch Michael Drabert (32) aus Vorsfelde ist Opfer, sollte vor einem halben Jahr 3000 Euro zahlen. „Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen“, sagt er. Auch er nahm sich einen Anwalt, am Ende erließ die Wobcom 75 Prozent der Kosten.

Die Wobcom legt Wert darauf, dass es sich bei der kriminellen Masche um ein bundesweites Problem handelt. Und dass es sich nicht um Netzwerkgeräte der Wobcom, sondern des Herstellers AVM (Fritz-Boxen) handelt, die betroffen sind. Zudem werde Kunden geraten, die Router durch die Wobcom managen zu lassen und keine eigenen Einstellungen vorzunehmen. Sprecherin Carolin Hoppe: „Kunden müssen regelmäßige Sicherheits-Updates durchführen und Passwörter erneuern. Das ist genauso wichtig wie das Abschließen der eigenen Haustür.“

jes

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