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„Teufelsmord“: Wolfsburger kommt in Psychiatrie

Wolfsburg „Teufelsmord“: Wolfsburger kommt in Psychiatrie

Wolfsburg. Mit dem erwarteten Urteil endete vor dem Landgericht der Prozess um den „Teufelsmord“ im Wolfsburger Klinikum. Das Schwurgericht ordnete die Unterbringung des schuldunfähigen Angeklagten (40) in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

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Patient im Klinikum mit Messer getötet: Wegen des „Teufelsmords“ kommt ein Wolfsburger in die Psychiatrie.

Quelle: dpa

In seiner Urteilsbegründung sprach der Vorsitzende Richter Ralf Polomski von einer „völlig sinnlosen Tat“.

Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass der Angeklagte am 15. Februar auf einer Station des Wolfsburger Klinikums einen Patienten (85) durch einen Stich in die Herzgegend getötet hatte. Juristisch gesehen ein heimtückischer Mord. Ein psychiatrischer Sachverständiger hatten dem schwer gestörten Täter allerdings Schuldunfähigkeit aufgrund einer jahrelangen schweren Psychose bescheinigt. Der Mann habe seine Mutter töten wollen, weil er glaubte, sie sei der Teufel. Um ihn zu täuschen, habe die Mutter die Gestalt des arglosen Rentners angenommen. Als Folge dieser Wahnvorstellung verlor ein 85-jähriger Mann sein Leben.

Auch Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung hatten in ihren Plädoyers die Einweisung des Angeklagten in die Psychiatrie gefordert. Eine mögliche Therapierung werde Jahre dauern, hatte der Gutachter erklärt. Zurzeit gehe von dem Mann weiterhin eine Gefahr aus, ähnlich gelagerte Taten seien nicht auszuschließen.

„Was von diesem Fall bleibt, ist der Eindruck einer völlig sinnlosen Tat, einer Tat, bei der es nur Opfer gibt“, sagte Richter Ralf Polomski. Er machte aber auch deutlich: „Ohne Ihre Krankheit hätte es eine solche Tat nicht gegeben.“ Gegen das Urteil kann noch Revision eingelegt werden.

fra/dpa

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