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Telefonbetrug: Wolfsburger soll über 2800 Euro zahlen

Wolfsburg Telefonbetrug: Wolfsburger soll über 2800 Euro zahlen

Unfassbar: Henning Dölger (71) soll 2800 Euro zahlen, weil er angeblich 36 Stunden lang mit jemandem aus Kiribati telefoniert hat, einem Inselstaat in der Südsee. „Habe ich nicht“, versichert der Rentner. Und auch die Wobcom ist sicher, dass der Heiligendorfer Opfer eines Betrugs ist. Zahlen soll er seine horrende Telefonrechnung trotzdem...

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Quelle: Photowerk (bs)

Henning Dölger kippte fast aus den Latschen, als er seine Telefonrechnung für den Oktober öffnete: Die Wobcom, bei der er Kunde ist, forderte sage und schreibe 2917,99 Euro von ihm. Bei der Aufschlüsselung der Einzelgespräche zeigte sich, dass der Rentner am 3. und 4. Oktober 133 Mal eine Nummer im rund 20.000 Kilometer entfernten Kiribati angerufen hat - für insgesamt 2886 Euro. „Immer nur für ein paar Sekunden. Ich kenne niemanden in Kiribati, meine Frau auch nicht. Wir waren das nicht“, beteuert Dölger.

Offenbar haben sich Unbekannte in das Netzwerkgerät, den so genannten Router, den die Telefongesellschaften für ihre Kunden bereitstellen, gehackt und konnten sich so ohne das Wissen des 71-Jährigen einwählen. Laut Wobcom trage der Wolfsburger selbst Schuld daran: Der Router sei aus ihrer Sicht nicht ausreichend mit Passwörtern gesichert, zudem sei der sogenannte Ferngriff aktiviert gewesen. „Diese Sicherheitslücke haben die Angreifer genutzt“, sagt Sprecherin Carolin Hoppe.

Dölger möchte das nicht hinnehmen, er erstattete Anzeige bei der Polizei. „Den Fall haben wir jetzt ans LKA in Nordrhein-Westfalen abgegeben, in Köln gibt es ein spezielles Dezernat, das sich mit Cyber-Kriminalität beschäftigt“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

Dölger: „Die Wobcom muss Kunden besser vor solchen Übergriffen schützen und Router anbieten, die so eingestellt sind, dass das nicht passieren kann. Ich zahle nicht.“ Einen Anwalt hat er sich bereits gesucht...

jes

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