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Tatort: Wolfsburger als Regisseur erfolgreich

Wolfsburg Tatort: Wolfsburger als Regisseur erfolgreich

Er drehte zehn Jahre lang Tatorte und Werbespots, er ist heute Stammgast auf der Berlinale, ihm gelang mit „Jack“ ein Erfolg aus dem Nichts - Edward Berger gehört zu den aufstrebendsten deutschen Regisseuren. Der 44-Jährige kommt aus Wolfsburg.

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Edward Berger: Ein Wolfsburger als erfolgreicher Regisseur, hier bei den Dreharbeiten zur RTL-Serie „Deutschland 83“.

Quelle: RTL / Nik Konietzny

Er wuchs behütet im Einfamilienhaus auf, er machte sein Abi am THG, mit 19 Jahren aber kehrte Edward Berger Wolfsburg den Rücken. Doch der Blick zurück ist nie ein Blick im Zorn. „Ich hatte eine tolle Kindheit hier“, sagt er. Aber irgendwie wurde es ihm zu eng, irgendwie gab es da draußen noch mehr.

Von Berlin zog es ihn bald nach New York, er wurde geprägt von Independents abseits der großen Studios, fand zurück nach Berlin. Und landete 2014 auf der Berlinale mit „Jack“ einen Überraschungserfolg, war 2015 wieder beim Festival vertreten mit den ersten Folgen von „Deutschland 83“ - die Serie soll im Herbst auf RTL laufen.

Trotz der räumlichen Distanz, der Bezug zu Wolfsburg riss nie ganz ab. Immer mal wieder besuchte er Freunde, kam zur Premiere seines Streifens „Frau2 sucht Happy End“ ins Cinemaxx, drehte auf Verdacht einen nicht beauftragten Werbefilm für den Polo: „Volkswagen hat das wahnsinnig gut gefallen“ - weitere Commercials für den Konzern folgten. Verdient man mehr Geld mit Filmen oder mit Werbesports? „Werbung“, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen.

Zumindest wenn man es, wie Edward Berger, nicht auf Blockbuster abgesehen hat. „Ich würde gerne einen drehen“, sagt der 44-Jährige. Bisher aber macht er „lieber die Filme, die mich interessieren“. Filme für Arthousekinos und Festivals, weniger für Hollywood.

Und was macht Edward Berger, wenn er nicht dreht? Vielleicht demnächst mal wieder Wolfsburg besuchen. Seine Kinder waren gerade im Phaeno, erzählten Papa vom „größten Tag ihres Lebens“. Da stand für Berger fest: „Da muss ich endlich mal hin.“

Auch wenn‘s da draußen irgendwie noch mehr gibt - die Rückkehr nach Wolfsburg lohnt immer mal.

WAZ-INFO: Edward Bergers Filme

Die Karriere von Edward Berger begann 1998 mit seinem Spielfilmdebüt „Gomez“, zwei Jahre später drehte er „Frau2 sucht Happy End“ – viele Filme sollten folgen. Hier eine Auswahl.

2001: Schimanski „Kinder der Hölle“

2002: Schimanski „Asyl“

Von 2003 bis 2010: Folgen in den erfolgreichen TV-Formaten „Bloch“, „Unter Verdacht“, „Tatort“, „KDD“, „Polizeiruf 110“.

Zwischendurch drehte Edward Berger originelle und witzige Werbespots, darunter für Seat „Enjoy“ mit Jürgen Klopp – oder auch für VW den Polo-Werbespot „Unfall“, zu sehen unter anderem auf seiner Homepage www.edwardberger.de.

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