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Tatort VW-Werk: Kupferdiebe müssen ins Gefängnis

Wolfsburg Tatort VW-Werk: Kupferdiebe müssen ins Gefängnis

Es war eine der größten Diebstahlsserien in der Geschichte des VW-Werks: Zwei Wolfsburger (26/35) stahlen 60 Tonnen Metall-Schrott – vor allem Kupfer (WAZ berichtete). Das Schöffengericht des Amtsgerichts verurteilte die Kupferdiebe am Montag zu Haftstrafen.

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Kupferdiebe bei VW: Die Täter erhielten jetzt Haftstrafen – insgesamt hatten sie 60 Tonnen Metall erbeutet.

Die Serie begann im Januar 2010. Damals arbeitete der 35-Jährige im Auftrag des VW-Besucherdienstes. Kollegen von anderen Fremdfirmen berichteten ihm, dass man den Metallschrott auf dem VW-Gelände leicht zu Geld machen könne – schon ging‘s los.

Sonntags stieg der Mann in der Halle 38 in einen Gabelstapler, sammelte kistenweise Schrott und verlud ihn in einen Bus des Besucherdienstes. Mit seiner Fracht fuhr der 35-Jährige dann montags nach Hause und lagerte sie im Keller. Nach der Schicht verlud er das Kupfer in gemietete Transporter und fuhr es zu einem Schrotthändler in Braunschweig. 46-mal kassierte er so bis zu 10.000 Euro, insgesamt 289.640,90 Euro! Das Geschäft lief so gut, dass 2011 auch der 26-Jährige einstieg – er ist der Bruder der Freundin des 35-Jährigen. Der Komplize half beim Verladen, stand Schmiere und legte seinen Ausweis beim Verkauf vor.

Im Juni 2012 erwischte der Werkschutz die Kupferdiebe. Die Angeklagten gaben alles zu – mit dem Geld hätten sie ihre Spielsucht finanziert. Der 26-Jährige betonte jedoch, dass er nur 20.000 Euro erhalten habe. „Es tut mir sehr leid, was passiert ist“, so der 35-Jährige. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft, der 26-Jährige bekam zwei Jahre und vier Monate. Beide Verteidiger planen, in Berufung zu gehen – die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

rpf

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