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Stadt Wolfsburg „Tatort“-Schauspieler Wolfram Koch kämpfte mit der Apokalypse
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Tatort“-Schauspieler Wolfram Koch kämpfte mit der Apokalypse
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22:01 08.04.2018
Schwere Kost: Schauspieler Wolfram Koch überzeugte bei der Lesung „Die Apokalypse“, dennoch war es für die Zuschauer ein schwierig zu verarbeitendes Thema. Quelle: Britta Schulze
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Nordstadt

Die Offenbarung des Johannes verkündete am Samstag „Tatort“-Schauspieler Wolfram Koch dem aufmerksam lauschenden Publikum in der St.-Bernward-Kirche. Die Lesung dieses letzten Buchs des Neuen Testaments fand im Rahmen der Movimentos-Festwochen der Autostadt in der Kirche statt.

Koch las fast 75 Minuten lang über Sünde, Tod und Verderben. Die schauspielerische Leistung war dabei herausragend. Ob die Offenbarung, auch bekannt als Apokalypse, in dieser Art unbedingt vorgetragen werden muss, bleibt aber zweifelhaft.

Viel Gestik und sehr gute Sprachtechnik

Wolfram Koch rackerte sich die komplette Zeit richtig ab. Gestikulierend, sich ständig bewegend und mit sehr guter sprachlicher Technik hielt er das Publikum die gesamte Zeit über bei der Stange. Sogar freihändig stehend in drei Metern Höhe auf der Leiter las der Schauspieler das mächtige Werk des Johannes vor.

Die Offenbarung ist ein wuchtiger Text mit einer immensen Informationsdichte. Angefangen bei den Sendschreiben an die unterdrückten Christen, über die Öffnung der Sieben Siegel mit der Freisetzung der apokalyptischen Reiter, den Kampf gegen Satan, das Jüngste Gericht und vieles mehr erzählt Johannes (sehr wahrscheinlich nicht der Apostel) in Ich-Form über das Verderben der Ungläubigen und ganz am Ende die neue Welt Gottes.

Für die fesselnde Vorstellung gab es viel Applaus

Das war eine fesselnde Vorstellung, für die Koch zurecht viel Applaus bekam, aber eben mit gleicher Berechtigung auch fragende Gesichter hinterließ, auch bei Applaudierenden. Denn niemand konnte in der Lage sein, diesen Text mit dieser Dichte und Wucht über den reinen Vortrag wirklich zu erfassen.

Dem Zuschauer wurde auch keine Interpretation angeboten. Es war das nackte Wort Johannes’, das in der akustischen Form zwar wahrgenommen, aber niemals verarbeitet werden konnte.

So großartig Kochs Leistung auch war, stellt sich doch die Frage, ob eine Aufführung in dieser Art überhaupt Sinn macht.

Von Robert Stockamp

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