Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Tango zum Brunch im Wolfsburger Scharoun Theater

Klassisches Konzert: Tango zum Brunch im Wolfsburger Scharoun Theater

Ohren- und Gaumenschmaus im Wolfsburger Theater: Die junge Konzertreihe „Brunchkonzert“ erfreut sich großer Beliebtheit und lockte wieder zahlreiche Interessierte ins Scharoun Theater auf dem Klieversberg.

Voriger Artikel
Wolfsburger Mexikaner feierten „Tag der Toten“
Nächster Artikel
Mit gutem Grund Pflicht für alle Halter: Hunde-Führerschein

Musik und Speisen: Das dritte Brunchkonzert im Scharoun Theater stand unter dem Motto „Libertango“.
 

Quelle: Britta Schulze

Klieversberg.  Nur bei einer Kartenvorbestellung gleich zum Saison­beginn gab es am Sonntag die Chance, am dritten Brunch­­­­konzert im Scharoun Theater teilnehmen zu können. Das in Wolfs­burg noch junge Konzertformat erfreut sich großer Beliebtheit und ist stets schnell ausverkauft. Es ist die an­ge­nehme Atmosphäre, die das Theater­foyer ausstrahlt beim Wechsel von genüss­lichem Speisen und erstklassiger Musik­darbietung. Hinzu kommt die stets fachlich erfrischende Mo­de­ration von Martin Weller als Verbin­dung von sinnlichem Hör- mit Essgenuss.

Diesmal hatte Josef Ziga an seiner Seite Mihalj Kekenj (beide Violine), Norbert Wet­zel (Kon­trabass), Winfried Juni­us (Drums) und Viktor Gazda (Piano) sowie Soul­sän­ge­rin Shereen Adam und von der Aca­de­mia de Tango Argentino Braun­schweig das Tanz­paar Eleonore Eiswirt und Hans-Gerd Rose.

Das Motto „Libertango“ weist auf eine der bekanntesten Kompositionen von Astor Piazzolla hin, der in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch rhythmische und har­mo­nische Erweiterungen den Tango erneuert hat. Zu der Neuorientierung im „Tango Nuevo“ gehören auch die erklungenen Titel wie „Undertango“ oder „Violetango“.

Welche introvertiert emotionale Spannung im tänzerischen Ausdruck liegen kann, verdeutlichte beeindruckend das Tanz­paar Eiswirt/Rose in „Por una Cabeza“ von Car­los Gardel oder in „Yo Soy Maria“ aus Piazzollas surrealer Oper „Maria de Bouenos Aires“.

Mitreißend waren der Tonumfang und das Timbre der Stimme von Shereen Adam. In ausdrucksstarker Interpretation gestaltete sie sein „Oblivion“ aus dem gleichnamigen Film. Eben noch ener­gie­geladen und dann mit sanfter, geschmei­diger Stimme formte sie eigenwillig den berühmten Tango „Bésame mucho“ (1941) der damals jun­gen Kompo­nistin Consuelo Velazquez.

Mit gleicher Leidenschaft, in differenziert aufeinander abgestimmtem Spiel verbinden die Musiker den Instrumentalklang mit Ge­sang und Tanz zu einer geschlos­se­nen Einheit. Dem impulsiven Beifall folgen die beiden Zugaben „Fly me to the moon“ (Bart Howard) und „Skyfall“ (Adele).

Von Heinz-Werner Kemmling

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr