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Täter griff mit Messer an: „Jetzt bist du dran“

Landgericht: Opfer schilderte die Tat Täter griff mit Messer an: „Jetzt bist du dran“

„Das war ein Albtraum“: Mit fast brüchiger Stimme schilderte das Opfer der Attacke in der Schillerstraße vor Gericht, wie ihr Lebensgefährte am 9. Juni mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser auf sie losging.

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Alles voller Einsatzfahrzeuge: Nach der Messerattacke in der Schillerstraße rückten Polizei und Rettungskräfte mit einem großen Aufgebot an.

Quelle: Kevin Nobs

Wolfsburg. „Das war wie in einem schlechten Horrorfilm, er hat wahllos überall hingestochen. Ich dachte nur: Wenn ich jetzt hier nicht wegkomme, war‘s das für mich.“

Das Messer in beiden hoch erhobenen Händen fiel der Angeklagte über sein Opfer her - so hatte es auch der Staatsanwalt in der Anklageschrift geschildert. Verzweifelt habe die Frau versucht, sich mit einem Sofakissen zu schützen. Am Ende der Tortur, so die 52-Jährige, „konnte ich nicht mehr. Ich habe ihm in den Unterleib getreten, ihm das Messer aus der Hand gerissen und bin in der Schillerpassage zusammengebrochen“ - mit der Messerklinge schnitt sie sich selbst in die Finger.

Als „harmonisch“ bezeichnete die 52-Jährige die Jahre zuvor mit ihrem Lebensgefährten, den sie in der Psychiatrie kennengelernt hatte: „Es war eigentlich immer eine schöne Zeit.“ Erst nach und nach rückte sie damit raus, dass die Zeit zusehends schlechter wurde. Spätestens, nachdem der Angeklagte Anfang des Jahres seine Spritzen abgesetzt habe - auch nach der Entlassung aus der Psychiatrie wurde er regelmäßig medikamentös eingestellt. Folge der fehlenden Behandlung: „Er wurde unruhiger, war nicht ausgeglichen, hatte Schlafstörungen.“

Am 9. Juni, dem Geburtstag des Angeklagten, sei die Situation eskaliert. Nachdem beide den Tag gemeinsam verbracht hatten, wollte sie zum Abend hin fernsehen: „Aber er wollte weiter feiern.“ Nachdem er die TV-Kabel aus der Wand gezogen habe, habe sie im Gegenzug seine Graspflanzen - der Angeklagte baute in der Wohnung Marihuana an, das beide rauchten - „kaputt gemacht, in den Müll geworfen“. Wenig später sei er mit dem Messer in der Hand im Wohnzimmer auf sie zugekommen. „Er hatte den total bösen Blick, das kannte ich gar nicht. Und er sagte: Jetzt bist du dran“.

fra

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