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TV-Koch Steffen Henssler im Interview

"Weihnachten gibt es Ente" TV-Koch Steffen Henssler im Interview

Im Weihnachts-Interview der WAZ spricht der beliebte Fernseh-Koch Steffen Henssler über seine aktuelle Tournee, das neue Kinderkochbuch, sein Lieblingsessen und Bräuche zum Weihnachtsfest.

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Steffen Henssler: Für den Promi-Koch fängt gesundes Essen dort an, wo es selbst zubereitet wird.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. In den letzten Wochen sind sie mit ihrer Show „Henssler tischt auf“ durch Deutschland getourt und waren auch in Wolfsburg zu Gast. Was macht besonderen Spaß an der Live-Koch-Show?

Ich habe Spaß, weil die Leute vermutlich Bock auf die Art und Weise haben, wie ich da koche. Es ist ja mehr eine Entertainment-Show. Ich präsentiere meine Lieblingsgerichte und koche auf einer Teppanyaki-Platte. Wir haben ein komplett neues Bühnenbild und die größte Leinwand, die wir je dabei hatten. Ich erzähle von meiner Lehre und zeige mein Zeugnis. Aus meiner Show „Grill den Henssler“ werden außerdem sehr, sehr lustige Momente zu sehen sein, wo es teilweise richtig zur Sache geht und die im Fernsehen noch nicht gesendet wurden. Ich werde ein bisschen erzählen, was so hinter den Kulissen passiert, werde auch Leute auf die Bühne holen. Es gibt kleine Quizfragen, ich berichte über den Unterschied von Männern und Frauen am Herd und als Zugabe werde ich sogar singen, es sind also immer wieder richtig geile Abende. Die Leute lernen bei meiner Show etwas, trotzdem wird es nicht langweilig und dröge.

Kochen und Plappern, ist das bei ihnen untrennbar verbunden?

(Lacht) Es stimmt, ich kann schon viel labern und sülzen, aber wenn es darauf ankommt, kann ich auch mal den Mund halten. Wenn ich im Laden bin mit meinen Jungs und derjenige, der die Anweisung gibt und das Rad am Laufen hält, dann bin auch ich hochkonzentriert und quatsche nicht rum. Aber im Zweifel rede ich schon gerne.

Sie haben gerade ein neues Kinderkochbuch herausgegeben. Was ist das Spezielle daran?

Es ist ein Kochbuch mit 24 Rezepten, kleinen Rätseln und einer sehr coolen Kinderlieder-CD. Es ist mein Versuch, Kinder spielerisch ans Kochen heranzuführen, damit Eltern mit ihren Kindern gemeinsam etwas zubereiten. Das geht leider immer mehr verloren. Meine Oma hat meiner Mutter noch das Kochen beigebracht. Bei der heutigen Generation ist das anders, da wird viel seltener gekocht. Wenn man 20 Jahre in die Zukunft blickt, wird vermutlich immer weniger gekocht, weil man sich die Zeit nicht mehr nimmt oder das gar nicht mehr gelernt hat. Wer als Kind nicht beigebracht bekommt, wie gekocht wird, für den ist es später sehr schwer, alles aufzuholen. Heute ist es ja oftmals so: Tüte auf, Wasser drauf, heiß machen, guten Appetit. Für mich fängt gesundes Essen da an, wo ich es selbst mache, egal was es ist. In dem Kinderkochbuch sind deshalb auch Pancakes drin, aber sie selbst zu machen und nicht eine Mischung anzurühren, das ist die Kunst. Ich habe mit einem Freund vor zwei Jahren eine Plattenfirma gegründet, und für das Kochbuch ist eine Kinderlieder-CD von „Rabauken & Trompeten“ entstanden, die das Kochbuch prima ergänzt.

Koch-Shows, die Tour, eigene Restaurants, das Kochbuch für Kinder - bleibt bei all dem auch noch Freizeit?

Doch, ich verbringe auch sehr viel Zeit mit meiner Familie. Ich mache eben gerne viele Dinge, habe aber auch sehr gute Leute, die um mich sind. Leute, die Talent haben und etwas gut können, die mich auch weiter bringen, die habe ich immer bei mir gehalten. Der Koch, der meine Kochschule betreut, arbeitet beispielsweise schon seit 15 Jahren für mich, der Küchenchef in meinem Restaurant seit sieben Jahren. Ich muss ja nichts Neues machen, aber ich kann - und das möchte ich einfach ziemlich oft. Ich habe Lust, neue Dinge auszuprobieren, auch wenn es am Ende mal wirtschaftlich nicht erfolgreich sein sollte. Ich kann aber auch zwei oder drei Wochen am Strand rumlungern und gar nichts machen, das gibt es auch.

Was ist ihr Lieblings-Gericht?

Mein persönliches Lieblings-Gericht ist eine Sushi-Rolle, die ich auch auf der Tour vorstelle - ich könnte sie jeden Tag essen. Sie wird mit gebackenem Spargel, Gurke und Avocado zubereitet. Oben drauf kommt Lachs, die ganze Rolle wird dann angegrillt und dazu gibt es zwei spezielle Soßen.

Zum Thema Weihnachtsgeschenke, sind sie da gut organisiert oder besorgen sie die Geschenke für ihre Liebsten eher auf den letzten Drücker?

Ich bin eher derjenige, der am 24. in die Stadt geht. Ich weiß dann zwar meistens, was ich kaufen will, lasse mich aber oft auch ein bisschen verleiten. Die Beschenkten haben dadurch einen Vorteil: Denn wer erst zum Schluss einkaufen geht, der ist auch meistens etwas großzügiger, weil er denkt, Hauptsache ich habe was und ab nach Hause.

Wie verbringen Sie die Feiertage?

Ganz normal, wie jeder andere auch, da mache ich kein großes Tamtam. Da gibt es etwas zu Essen und Geschenke, nichts wirklich Außergewöhnliches.

Also auch bei Hensslers gibt es Geschenke unter dem Baum, Weihnachtslieder und das volle Programm?

Genau, richtig, wir machen das wie die meisten deutschen Familien.

Was gibt es bei Ihnen an Weihnachten zu essen? Und wer kocht?

Ich koche - und es gibt ganz klassisch Ente, Rotkohl und Knödel, das finde ich zu Weihnachten super. Kartoffelsalat und Würstchen passt eher zu Silvester, finde ich.

Können Sie sich noch an ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk aus ihrer Jugend erinnern?

Oh weh, meine Oma hat mich immer üppig beschenkt. Aber ein ferngesteuertes Auto, daran kann ich mich noch ganz gut erinnern.

Was wünschen Sie den Wolfsburgern zu Weihnachten?

Ich wünsche Ihnen erst einmal schöne Feiertage! Und ich wünsche, dass sie sich etwas Leckeres zu essen machen und sich wirklich Mühe dabei geben - dass keine Fertigprodukte auf den Tisch kommen.

Interview: Monika Kröger

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