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Südliche Porschestraße: Eine jahrzehntelange Entwicklung

Städtebau in Wolfsburg Südliche Porschestraße: Eine jahrzehntelange Entwicklung

Wo früher Rasen und Brachland war, stehen heute prächtige Bauten zeitgenössischer Architektur: Der südlicher Teil der Porschestraße erlebte eine jahrzehntelange Entwicklung – heute recken sich Rathaus, Alvar-Aalto-Kulturhaus, Kunstmuseum, Leonardo-Hotel und Südkopfcenter gen Himmel.

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Der Südkopf als historische Postkarten-Panorama. An die frühere Porschestraße mit vierspuriger Fahrbahn denken heute noch viele mit Wehmut zurück.
 

Quelle: Stadtarchiv Wolfsburg

Stadtmitte.  Mit dem großen Erweiterungsbau des Leonardo-Hotels am Südkopf der Porschestraße dürfte die Bebauung dieses weiträumigen Geländes vorläufig abgeschlossen sein – nach Jahrzehnten, wie der folgende Überblick zeigt:

In der Nachkriegszeit war die Porschestraße Süd eher Brachland als Innenstadt. Zwar entstand bereits 1958 das große Rathaus, doch daneben war, mitten in der Stadt, immer noch ein Fußballplatz, dahinter erstreckten sich in Richtung Süden weite Rasen- und Buschflächen sowie die Weiterführung der Bebelstraße in Richtung Porschestraße.

Der zweite große Bau entstand allerdings schon wenige Jahre später: 1962 wurde feierlich das Kulturzentrum (heute Alvar-Aalto-Kulturhaus) eröffnet. Dann folgte eine längere Baupause. Erst 1972 entstand mit dem Holiday Inn (heute Leonardo) das erste große Hotel der Innenstadt, gefeiert für seine moderne Einrichtung, die Bar und das weitläufige Restaurant mit Terrasse.

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Der Südkopf ist den vergangenen Jahre gewachsen. Die jahrzehntelang andauernde Entwicklung dürfte bald mit dem Erweiterungsbau des Leonardo-Hotels zum Ende kommen. Eine Zeitreise in Bildern:

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Zwischen Rathaus und Holiday Inn passierte dann lange Zeit nichts. Hier erstreckten sich zwischen schlichten Grünstreifen ebenso schlichte Parkplätze, einmal im Jahr wurde vor dem Umzug in den Allerpark (1980) die Fläche für den Schützenfest-Rummel genutzt, der noch mitten in der City stattfand.

Dann aber ging es auf der anderen Seite der Porschestraße los. Das alte, halbrunde Hotel Noack, mittlerweile längst als Jugendhaus Mitte genutzt (seit 1975), verschwand ebenso wie die benachbarte Autohandlung, auf der Brache entstand das mächtige Südkopf-Center, bei der Eröffnung 1990 waren alle Läden des Shopping-Schiffs im Basement und den beiden unteren Stockwerken komplett belegt – heute regiert hier der Leerstand.

Entwicklung des Südkopfs

1958: Eröffnung des Rathauses nach vierjähriger Bauzeit sowie des Rathausplatzes, auf dem bis heute der Wochenmarkt stattfindet.

1962: Neben dem Rathaus folgte nach vierjähriger Bauzeit die Eröffnung des Kulturzentrums als Gesamtkunstwerk des finnischen Star-Archtitekten Alvar Aalto.

1972: Die ersten Gäste strömen in das neue Hotel Holiday Inn.

1990: Feierliche Eröffnung des Süddkopf-Centers als erste Wolfsburger Shopping-Mall.

1994: Eröffnung des Kunstmuseums mit dem vorgelagerten Hollerplatz; ebenso Eröffnung des benachbarten Rathauses B.

2018: Erweiterung des Leonardo-Hotels (früher Holiday Inn) um einen großen Komplex.

Der Südkopf blieb eine Mega-Baustelle. Gleich gegenüber entstand das 1994 eröffnete Kunstmuseum, schon die erste Ausstellung (Fernand Leger) wurden weltweit beachtet. Davor erstreckte sich der wegen des etwas öden Aussehens und des teuren indischen Granits stark kritisierte Hollerplatz, dahinter das ebenfalls 1994 eröffnete Rathaus B – ein Ensemble, das den Süden der Porschestraße bis heute prägt.

Mit Kunstmuseum und Rathaus B war die Bebauung des Südkopfes zunächst abgeschlossen – bis jetzt das alte Hotel-Parkhaus abgerissen wurde und der Leonardo-Anbau entstand.

Von Carsten Baschin

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