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Suchthilfe: Projekt für Studenten

Wolfsburg Suchthilfe: Projekt für Studenten

Den Jahresbericht 2013 präsentiert die Suchthilfe der Diakonie und stellt gleichzeitig ein neues Projekt vor. Es wendet sich an Studenten, die im Stress zu Alkohol oder Medikamenten greifen.

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Bilanz 2013: 419 Hilfesuchende kamen zur Diakonie - Alkohol war und ist das größte Problem.

Quelle: Manfred Hensel

Ralf Keller, der am 1. Januar 2013 die Leitung der Suchthilfe übernommen hatte, blickt zufrieden auf sein erstes Jahr. Am meisten freut ihn, dass Wartezeiten für Hilfesuchende durch die Neu-Organisation der Sprechzeiten auf ein bis zwei Wochen verkürzt werden konnten. 419 Menschen suchten die Suchthilfe im Jahr 2013 auf; davon 72 Prozent mit Alkoholproblemen, elf Prozent Spielsüchtige sowie je ein Prozent mit Essstörungen, Mediensucht oder Medikamenten-Abhängigkeit - und 14 Prozent Angehörige. „Die Familien sind oft stärker belastet als der Trinkende selbst“, sagt Sozialtherapeut Jürgen Horstmann.

Die Statistik zeigt, dass das Alter der Alkoholkranken steigt. Bei den Frauen lag der Anteil der Über-50-Jährigen 2013 sogar bei 56 Prozent, bei den Männern waren es 35 Prozent. Eine Extra-Arbeitsgruppe „Alter und Sucht“ ist im Entstehen.

Außerdem will die Suchtkrankenhilfe ein Netzwerk für Studenten aufbauen. So haben sich die Berater einem Projekt der Uni Magdeburg angeschlossen und versuchen, Kontakt zur Ostfalia zu knüpfen. Der Grund: Leistungsdruck lasse

Studenten auf Suchtmittel zurückgreifen. Infos zu Hilfen gibt es im Internet unter www.dein-masterplan.net.

Die Sozialpädagogin Regine Barner-Kratz berichtet von einer guten Zusammenarbeit mit dem Jobcenter: Seit Mai 2013 gibt es mittwochs eine offene Sprechstunde für Klienten, die durch das Arbeitsamt-Team vermittelt werden. „Ein Problem ist die Wohnungsnot, denn häufig müssen Patienten nach einer Therapie wieder in ein trinkendes Umfeld zurück“, klagt sie.

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