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Sturm der Entrüstung gegen Baupläne der Neuland

Wolfsburg-Detmerode Sturm der Entrüstung gegen Baupläne der Neuland

Detmerode. Die mögliche Lückenbebauung in der Theodor-Heuss-Straße in Detmerode schlägt weiter hohe Wellen. Die Neuland-Spitze stellte sich gestern Abend den Argumenten der Anwohner - und erntete Protest, Wut und Unverständnis.

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Kritik der Anwohner: Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand (r.) musste sich gestern einiges anhören.

Quelle: Tim Schulze

Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand hatte einen schweren Stand. Angedacht war ein „gemeinsamer Austausch“ auf dem künftigen Baufeld. Es wurde aber recht einseitig, das Wort ergriffen schnell die rund 50 Anwohner. Stein des Anstoßes: Die zwei geplanten Mehrfamilienhäuser mit jeweils neun Wohnungen liegen genau zwischen zwei bestehenden Wohnblöcken. Ein ordentlicher Teil der Parkanlage in der Mitte müsste weichen (WAZ berichtete). Auf einem Protestschild hieß es: „Unsere grüne Oase muss bleiben.“

Neuland-Chef Brand sagte, der Bau sei noch nicht entschieden, ein Bauantrag nicht gestellt. Man wolle sich zunächst die Argumente der Anwohner anhören. Ein wütender Ruf aus dem Publikum: „Ihr habt doch alles längst entschieden!“

Vor einigen Wochen herrschte noch der Glaube, die Politik müsse dem Vorhaben zustimmen. Doch gestern erklärte Bauausschussvorsitzender Hans-Georg Bachmann (SPD), dass das Projekt keiner Zustimmung bedürfe. Sprich: Wenn die Neuland den Bauantrag stellt und die Stadtverwaltung zustimmt, könnten noch dieses Jahr die Bagger anrücken. Mehrere Detmeroder Politiker rieten von der Bebauung ab.

Geschäftsführer Brand versprach nach einer kräftezehrenden Stunde schließlich, die Anwohner über die nächsten Schritte zu informieren. „Bevor hier etwas passiert“, betonte Neuland-Sprechern Stefanie Geisler.

von Kevin Nobs

Lückenbebauung in Detmerode: Zwischen den bestehenden Gebäuden sollen zwei neue Wohnhäuser entstehen (roter Kreis).

„Wo sollen die Kinder künftig spielen?“

Detmerode. Aufgebrachte Anwohner der Theodor-Heuss-Straße machten gestern Abend ihrem Ärger gegenüber der Neuland Luft. Die WAZ sammelte einige Stimmen.

  • „Wer ein wenig Naturverständnis hat, kann diese grüne Oase hier nicht wegmachen.“
  • „Wo sollen künftig unsere Kinder spielen?“
  • „Lassen Sie die Finger weg von diesem kleinen Stückchen Erde, wir werden es Ihnen danken.“
  • „Man muss an die Alten und die Kleinen denken.“
  • „Ich will meinen Nachbarn nicht auf den Balkon gucken können.“
  • „Es ist doch sowieso alles längst entschieden.“
  • „Überlegt Euch in Zukunft, welche Partei Ihr wählt!“
  • „Das hier ist die schönste Grünfläche in der ganzen Stadt.“
  • „Keiner sieht sich die Orte an, es wird einfach im Büro am Computer geplant.“
  • „Sie zerstören hier Werte, die Sie selbst geschaffen haben.“
  • „Ist es für Sie ideal, auf einer Fläche zu bauen, auf der sich ein Spielplatz befindet?
  • „Über so ein Vorhaben wird man mit einem Zettel im Briefkasten informiert.“

kn

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