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Studenten im Cockpit statt im Hörsaal

Team Wob-Racing Studenten im Cockpit statt im Hörsaal

Noch studieren sie alle – trotzdem bauen junge Leute aus dem Institut für Fahrzeugtechnik der Wolfsburger Ostfalia Jahr für Jahr ihren eigenen Rennwagen und nehmen damit an der Formula Student teil. Mit dem aktuellen Modell „WR13“ geht es nach Italien – angetrieben von einem E-Motor und mit einem Studenten im Cockpit.

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Das Team Wob-Racing mit dem neuen Rennwagen: Jan Sentkowski (v.l.), Kevin Singer, Roy Moerlin, Niklas Braun und Max Oppermann
 

Quelle: Foto: Sebastian Bisch

Wolfsburg.  Vom Hörsaal haben sie gewiss alle schon mal gehört, richtig zu Hause fühlen sie sich aber in der Werkstatt. Jahr für Jahr konstruieren und bauen Studenten der Ostfalia ihren eigenen Rennwagen, zurzeit die Nummer 14. Und mit dem geht es nächste Woche nach Italien zum Rennen im Rahmen der Formula Student. Gewinnen wäre zwar schön, sagt Projektleiter Niklas Braun: „Aber in erster Linie wollen wir beweisen, dass wir Fortschritte machen und unsere Fahrzeuge immer weiter entwickeln.“

Dass das gelingt, sieht man auf den ersten Blick. Natürlich wird der aktuelle „WR13“ (WR steht für den Teamnamen Wob-Racing) von einem E-Motor angetrieben, natürlich verlieren die Fahrzeuge Jahr für Jahr durch Leichtbau an Gewicht. „Wir wollten dieses Jahr erstmals unter 190 Kilo bleiben“, sagt Niklas Braun. Mit 173 Kilogramm, noch ohne Schmiermittel, wurde der Wert deutlich unterboten.

Gewinnen wäre toll, ist aber nicht das Ziel – das betont auch Roy Moerlin, Schnittstelle zwischen Hochschule und dem jeweiligen Team. Dessen Mitglieder wechseln Jahr für Jahr und kommen aus allen Fachrichtungen vom Maschinenbauer bis zum Wirtschaftler. Denn Technik ist eins – das Team muss das Fahrzeug aber zudem weitgehend selbst finanzieren, Kontakte und Sponsoren in der Wirtschaft finden, das Projekt vermarkten. „Das ist absoluter Praxisbezug“, sagt Roy Moerlin.

Bestes Beispiel dafür ist Jan Sentkowski, der dieses Jahr zum dritten Mal im Cockpit sitzen wird. Er kam nicht durchs Studium zum Rennwagen, es war genau umgekehrt: „Ich wollte schon immer auf die Rennstrecke, als Ingenieur, Mechaniker oder auch Fahrer.“ Ob ihn sein Weg tatsächlich einmal aufs Podium führen wird, ist noch offen. Der Weg fürs Wob-Racing-Team dagegen scheint vorgezeichnet. Dieses Jahr fährt erstmals die „Driverless“-Klasse bei der Formula Student mit, autonome Rennwagen. Und Roy Moerlin lehnt sich gewiss nicht zu weit aus dem Fenster, wenn er für seine Hochschule am Standort des VW-Konzerns sagt: „Das ist für uns natürlich auch eine Option für die Zukunft.“

Von Ulrich Franke

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