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Stadt Wolfsburg Streit um die Wolfsburger Stadtfarben
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Streit um die Wolfsburger Stadtfarben
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23:00 27.09.2018
Streit um die Wolfsburger Stadtfarben: Dr. Karin Luys (l.) und Anita Placenti-Grau stellten die Archivalie des Monats vor. Quelle: Sylvia Telge
Wolfsburg

Wie kam Wolfsburg eigentlich zu seinen Stadtfarben Grün-Weiß? Dieser Frage ging Dr. Karin Luys vom Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation nach. Das Ergebnis ist in der September-Ausgabe der Reihe „Archivalie des Monats“ unter www.wolfsburg.de nachzulesen – es gab nach dem Krieg eine durchaus heftige Diskussion um die Frage.

Kein normaler Verwaltungsakt ohne Komplikationen

Es ist eine sehr spannende Geschichte, die sich hinter einer nüchternen, auffallend kurzen Aktennotiz vom 20. September 1952 verbirgt: Das niedersächsische Innenministerium erteilt darin die Genehmigung für die Stadtfarben Grün/Weiß. „Es sieht wie ein normaler Verwaltungsakt aus, der ohne größere Komplikationen vonstatten ging“, sagt Dr. Luys. War es aber nicht, wie ihre Recherchen ergaben. Es entbrannte eine leidenschaftliche Diskussion, die fünf lange Jahre dauerte – und die dann plötzlich innerhalb von 14 Tagen erledigt war.

Im Mittelpunkt des Streits: Nach dem Krieg brauchte Wolfsburg schnell ein neues Stadtwappen, das Philipp Kern, technischer Zeichner bei den Stadtwerken, schnell anfertigte – in seiner Freizeit, ohne einen Heraldik-Experten an seiner Seite, erklärt Anita Placenti-Grau, Leiterin des Instituts für Zeitgeschichte. Zeichner Kern wählte für die Stadtfarben in Anlehnung an das Wappen Blau und Rot – Blau war die Farbe der Aller und Rot die Farbe des Schildfeldes.

Im Sommer 1952 gab es plötzlich eine Einigung

Doch es gab Proteste: Das ist nicht möglich, sagten die Experten aus Hannover. Rot und Blau gehen nicht zusammen, Gold/Gelb oder Silber/Weiß als Kombifarben seien besser, weil die Flagge so aus der Ferne besser zu erkennen sei. Doch der Rat wehrte sich: Rot und Blau seien gut, hätten eine Tradition und neue Flaggen würden außerdem Geld kosten. Hannover ließ nicht locker, und im Sommer 1952 gab es plötzlich eine Einigung auf Grün-Weiß. Grün für den Grünstreifen, der auf dem Wappen das Schloss umgibt, und Weiß für die Farbe des Schlosses.

Wie es zu dieser plötzlichen Einigung kam, darüber fand Dr. Luys nichts in den Akten. Auch nicht, ob es zwischen dem Grün-Weiß des VfL Wolfsburg und der Stadt einen Zusammenhang gibt...

Von Sylvia Telge

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