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Streit um Spezial-Rad: Gibt‘s eine Lösung?

Wolfsburg Streit um Spezial-Rad: Gibt‘s eine Lösung?

Seit zwei Jahren streiten Familie Wellmann und die Deutsche BKK um ein Spezial-Dreirad für den stark gehbehinderten Sohn Chris (21). Eigentlich war der Antrag endgültig abgelehnt, dann schaltete sich die WAZ ein - und nun gibt‘s womöglich doch noch eine Lösung.

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Neues Spezialrad für Chris: Der 21-Jährige ist gehbehindert, nur mit diesem Gefährt kann er mobil sein.

Quelle: Sebastian Bisch

Die Geschichte in Kurzform: Chris leidet unter einer seltenen Stoffwechselerkrankung, die ihn in den Rollstuhl zwingt - mit seinem Spezial-Dreirad aus Jugendtagen kann er draußen in Begleitung mobil sein. Doch das Rad wurde zu klein, ein neues lehnte die BKK ab.

Nach Papierform aus gutem Grund. Ein Gutachten von 2009, erstellt zur Bewilligung eines Bildschirmlesegeräts, bescheinigt dem Patienten eine nur noch fünfprozentige Sehkraft. „Zu seinem eigenen Schutz dürfen wir das Therapiefahrrad deswegen gar nicht genehmigen“, sagt BKK-Sprecherin Lydia Krüger.

Doch das Gutachten sei nicht korrekt, versichert Vater Helmuth Wellmann: „Meine Sohn hat 30 Prozent Sehkraft.“ Was ihn besonders wurmt: „Wir wollten, dass sich jemand vor Ort über die Gegebenheiten informiert. Niemand kam.“ Zuständig wäre der Medizinische Dienst aller Kassen, der aber oft nach Aktenlage entscheidet.

Die WAZ fragte bei der BKK nach, womöglich bahnt sich doch noch eine Lösung an. Neue Verordnung für das Fahrrad, ärztliche Bescheinigung der 30 Prozent Sehkraft - „dann könnten wir den Antrag genehmigen“, sagt Lydia Krüger. Alternativ biete man wie schon früher einen Reha-Heimtrainer an - sogar teurer, dazu medizinisch angezeigt.

Mittlerweile sind beide Seiten wieder im Gespräch - ein gutes Zeichen.

fra

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