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Streit um Naturschutz am Allerkanal

Wolfsburg Streit um Naturschutz am Allerkanal

Der Umweltausschuss gab gestern sein Votum zur Ausweisung des Naturschutzgebietes „Allertal“ zwischen Gifhorn und Wolfsburg ab; die Vorlage hatte der Kreistag in Gifhorn nach Absprache mit Wolfsburg erarbeitet und selbst bereits beschlossen. In Wolfsburg gab es erst Diskussionen über eine Verschärfung und dann über den Sinn der Abstimmung an sich.

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Allerkanal im Barnbruch: Bei der Ausweisung eines Naturschutzgebiets entlang des Wasserlaufs gibt es Streit.

Quelle: Foto: Hensel (Archiv)

Die PUG hatte beantragt, auf einem Teil des Allerkanals zwischen VW-Kraftwerk und Autobahn das Paddeln zu untersagen, zum Schutz der Wasservögel. Gerhard Chrost (BUND) unterstützte das: „Für die Aller im Barnbruch muss man sich eine Genehmigung holen, das sollte hier auch gelten.“ Umweltamts-Leiter Dr. Horst Farny fand es „fachlich nicht notwendig“, da es zwischen Kraftwerk und Barnbruch keinen Steg gibt, um Boote zu Wasser zu lassen. Zudem bedeute jede Änderung, dass der Gifhorner Kreistag erneut abstimmen müsste - und der Zeitplan für die Ausweisung von Naturschutzgebieten bis 2018/19 sei eng. Andreas Klaffehn (PUG) zog den Antrag schließlich zurück, protestierte aber: „Mit Mitbestimmung hat das nichts zu tun. Deshalb werde ich gegen die Vorlage stimmen“. Svante Evenburg (Piraten) schloss sich an, Sieghard Wilhelm (Grüne) enthielt sich, SPD und CDU (fünf Stimmen - die Mehrheit) stimmten zu.

Sanfte Kritik gab‘s, weil die Stadt in Neubaugebieten Niedrigenergie- statt Passivhäuser zulassen will (WAZ berichtete). Stadtbaurätin Monika Thomas betonte: „Der Energiespar-Effekt ist der gleiche, nur das System ist ein anderes.“ Man wolle also keine Beschlüsse hintertreiben. Einstimmig war der Ausschuss für drei neue Schnell-Ladesäulen für Elektroautos.

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