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Stadt Wolfsburg Strahlende Siegerin Glosemeyer: „Bin stolz und freue mich sehr“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Strahlende Siegerin Glosemeyer: „Bin stolz und freue mich sehr“
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00:38 16.10.2017
Riesen-Freude bei der SPD: Die Sozialdemokraten feierten die alte und neue Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer bei der Partei-Party im La Fontana.   Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

 Und da war sie wieder, die Welle. Wie vor drei Wochen bei der Bundestagswahl schwappte La Ola durch die Bürgerhalle, als die Wolfsburger Jusos mit Plakaten und Tröten aufliefen und immer wieder „Tina, Tina“ skandierten. Gemeint war Immacolata „Tina“ Glosemeyer, die das Direktmandat mit Riesen-Vorsprung geholt hatte. Die alte und neue Abgeordnete strahlte derweil und hätte wohl am liebsten die ganze Welt umarmt: „Ich bin stolz und freue mich sehr.“

Wolfsburg hat gewählt. Die SPD ist der klare Gewinner der Landtagswahl, triumphierte mit 43,0 Prozent der Stimmen über die CDU, die nur auf 29,8 Prozent der Stimmen kam. Hier die Eindrücke nach der Veröffentlichung der Ergebnisse.

Gerade einmal drei Wochen ist es her, dass Falko Mohrs den Wolfsburger (Bundestags-)Wahlkreis für die Genossen gewonnen hatte, bei der Landtagswahl zog Glosemeyer nach – und wie. Sie holte 43,9 Prozent der Erststimmen. Und immer vorneweg dabei die Jusos, die Nachwuchsabteilung der Sozialdemokraten. Von „Hurrah, hurrah, die Jusos die sind da“ bis zu „Hej, hej, einmal Sieger, immer Sieger“ reichten die Schlachtgesänge, erst in der Bürgerhalle, dann im Lokal La Fontana. Und „die Tina“ wusste, wem sie das überragende Ergebnis zu nicht geringen Teilen zu verdanken hatte: „Das ist ein total emotionaler Moment für mich. Ich danke euch von Herzen“ – für einen Wahlkampf, der „modern und frisch“ war, „mit Leidenschaft und Emotionen“.

Am Sonntag ließen sich die großen Emotionen auch in einem kleinen Wort ausdrücken – ob „Wunderbar“ (Christa Westphal-Schmidt), „Begeisterung“ (Ralf Krüger) oder einfach „Phantastisch“ (Ingolf Viereck). Der vor drei Wochen erfolgreiche Falko Mohrs strahlte um die Wette mit seiner Parteikollegin: „Ich freue mich für sie, das hat sie absolut verdient.“

Verdient hatten sich Wolfsburgs Sozialdemokraten am Sonntag auch ein Schlückchen in Ehren – ob Bier oder Rotwein zur Pizza bei der Partei-Party. Eine Frage aber schwebte trotz allem im Raum: Reicht’s doch noch mal für Rot-Grün, oder muss eine andere Variante her? Die kann realistisch nur Ampel (SPD, FDP, Grüne) heißen oder Große Koalition (SPD, CDU). Für Immacolata Glosemeyer ganz klar: „Dabei wäre die Große Koalition nicht meine erste Wahl.“

Von Ulrich Franke

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