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Stolperfallen am Schlesierweg sollen verschwinden

Forderung des Ortsrats Stolperfallen am Schlesierweg sollen verschwinden

Fast drei Stunden lang tagte der Ortsrat Mitte-West am Dienstagabend im Konferenzbereich des Klinikums. Unter anderem ging es um den Haushalt, um den katastrophalen Zustand des Bodenbelags am alten Einkaufszentrum Schlesierweg und um die Heinrich-Nordhoff-Straße.

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Marodes Pflaster: Der Ortsrat Mitte-West fordert eine Sanierung – die Stolperfallen seien gefährlich.

Quelle: Britta Schulze

Mitte-West. Lange diskutierte der Ortsrat Mitte-West am Dienstagabend über die neue Straßenreinigungsverordnung – und lehnte die Vorlage der Verwaltung schließlich bei sechs Nein und sechs Ja-Stimmen sowie drei Enthaltungen ab. Weitgehend einig waren sich die Politiker bei ihren Forderungen zum Haushalt und weiteren Anträgen, darunter der für eine zügige Sanierung des gesamten Bodenbelags rund ums alte Einkaufszentrum am Schlesierweg.

Die PUG hatte den Antrag eingebracht, alle übrigen Fraktionen schlossen sich an. Es ist ein altes Problem: Das Pflaster rund um das alte Einkaufszentrum am Schlesierweg ist marode. „Vor fünf Monaten bin sogar ich gestürzt, und ich brauche noch keinen Rollator“, bemerkte Verony Reichelt (FDP). Uwe Schiller (Grüne) fand es bedenklich, dass man die Stadt mit einem Antrag an ihre Verkehrssicherungspflicht erinnern müsse.

Außerdem wird die Verwaltung beauftragt, ein Verkehrskonzept für die An- und Abfahrtswege am Theodor-Heuss-Gymnasium zu erstellen (Martin-Luther-Straße).

Bei der Straßenreinigungsverordnung vermissten Ortsratsmitglieder eine Vorher-Nachher-Aufstellung, waren mit der Einordnung der Straßen und mit der Leistung der WAS nicht zufrieden. Das Ergebnis der Vorberatung wird im Fachausschuss weiter diskutiert. Eine Ergänzung gab’s zur Sanierung der Grünanlagen am Wellekamp für 495.000 Euro: Neben Wegen und Bäumen soll der Spielplatz aufgewertet werden – mit Aufstockung der Kosten.

Auf drei Anträge für den Haushalt einigte sich der Ortsrat schnell: Er fordert ein Konzept für den Klieversberg als Touristik- und Naherholungszentrum, eine Treppe zum Radweg am Mittellandkanal in Höhe Appelchaussee-Brücke und Geld für die Sanierung des TSV-Heims.

Nordhoff-Straße: Enttäuschung

Enttäuscht war der gesamte Ortsrat Mitte-West nach dem geforderten Bericht über den Planungsstand rund um die Nordhoffstraße: Geschäftsbereichsleiter Oliver Iversen (Straßenbau und Verkehr) war kurzfristig für Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide eingesprungen, brachte aber nur wenig neue Infos mit.

Heinrich-Nordhoff-Straße

Heinrich-Nordhoff-Straße: Im Dezember soll Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide dem Ortsrat erläutern, was genau wann geplant ist – und ob der sechsspurige Ausbau überhaupt kommt.

Quelle: Sebastian Bisch

„Wir lassen uns vieles offen“, war der Kernsatz Iversens. Der bereits provisorisch sanierte Abschnitt bis zur Grauhorststraße solle möglichst zehn Jahre halten, rostende Laternen werden vorerst nicht ersetzt sondern nur entfernt. Der folgende Abschnitt bis zur Saarstraße sei verkehrssicher und „weitgehend qualitativ befahrbar“. Das sehen die Bürger nach Erfahrungen der Politiker ganz anders. „Immer wieder heißt es: Wie lange wollt ihr euch die Rumpelstrecke noch leisten?“, bemerkte Wilfried Andacht (CDU) und forderte mehr Informationen über die weitergehende Planung. Hauptanliegen: Wann kommt denn nun der sechsspurige Ausbau? Oder gibt es mittlerweile andere Pläne? „Vielleicht ist es noch zu früh, darüber zu sprechen – man kann ja nicht erst die Straße bauen und dann überlegen, was drumherum passiert“, spekulierte Sabah Enversen (SPD). Den Spekulationen ein Ende bereiten soll in der Dezember-Sitzung der Stadtbaurat selbst, der einen größeren Überblick über den Masterplan inklusive Digitalisierung und Quartierentwicklung hat. Bis dahin stellt die PUG einen bereits vorbereiteten Antrag zur Bereitstellung von Planungskosten für ein richtiges Konzept noch zurück.

Von Andrea Müller-Kudelka

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