Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Störche aus dem Korb der Drehleiter beringt

Tierische Aktion in der Samtgemeinde Velpke Störche aus dem Korb der Drehleiter beringt

Vorsichtig tasten sich die Helfer heran. Dann erfolgt die Beringung der Jungstörche. Deren Zahll ist in der Samtgemeinde Velpke deutlich höher als im vergangenen Jahr.

Voriger Artikel
Preis für Fernwärme sinkt erneut
Nächster Artikel
Prozess um Vergewaltigung gerät ins Stocken

Im Einsatz: Mit der Drehleiter der Freieilligen Feuerwehr Helmstedt gelangten die Helfer zu den Nestern

Quelle: Boris Baschin

Samtgemeinde Velpke. Das sah eindrucksvoll aus: Im Drehleiterkorb der Freiwilligen Feuerwehr Helmstedt ging es hinauf zu mehreren Storchnennestern in der Samtgemeinde Velpke, um die Jungtiere zu beringen.

Dabei war Behutsamkeit bei den Helfern gefragt. „Der Korb fährt etwa zwei Meter über die Nester“, erläuterte Manfred Spey, Storchenbetreuer im Landkreis Helmstedt. Die eigentliche Beringung, die Storchenbeauftragter Georg Fiedler vorgenommen hat, fand für die kleinen Störche im Liegen statt. Über die Ringnummer lassen sich Herkunft und Flugbewegungen nachvollziehen.

„Bei der jüngsten Aktion wurden in Querenhorst vier, in Bahrdorf drei, in Büstedt zwei, in Velpke eins, in Volkmarsdorf drei und in Klein Steimke drei Junge beringt“, berichtete Manfred Spey. Ein Jungtier aus Klein Steimke sei derart abgemagert gewesen, dass es in das Nabu-Artenschutzzentrum nach Leiferde kam. Dort ist das Tier, das sich in einem kritischen Zustand befand, nach wenigen Tagen gestorben. Bereits einige Tage zuvor waren die Jungstörche in Meinkot, Wahrstedt und Grafhorst beringt worden.

Dass sich über die Beringung der Störche deren Aufenthaltsorte herausfinden lassen, erläuterte Georg Fiedler anhand mehrerer Beispiele: „Ein 2008 in Grafhorst erbrüteter Storch unternahm 2010 als noch unreifes Tier vergebliche Ansiedlungsversuche im Landkreis Peine. Seit 2011 ist er Brutvogel in Stöckendrebber bei Neustadt am Rübenberge. Wiederholt wurde er als Überwinterer in Spanien beobachtet“, erläuterte Georg Fiedler. Ein Meinkoter Storch nistet dem Fachmann zufolge aktuell in Langlingen im Landkreis Gifhorn.

Insgesamt sind bei den jüngsten Aktionen 24 Jungstörche beringt worden, im vergangenen Jahr waren es 18. Georg Fiedler und Manfred Spey waren vom Einsatz der Feuerwehr unter der Regie von Helmstedts Brandmeister Stefan Müller beeindruckt und richten dankende Worte an die Freiwilligen.

Von Jörn Graue

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr