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Stein oder nicht Stein: Das ist die Frage

Wolfsburg Stein oder nicht Stein: Das ist die Frage

Der Prozess gegen einen Wolfsburger (23), der vor einer Diskothek in der Daimlerstraße einen 27-Jährigen mit einem Stein fast totgeprügelt haben soll (WAZ berichtete), zieht sich in die Länge. Gestern wurden drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

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Landgericht: Angeklagter (re.) und Verteidiger.

Quelle: Photowerk (rpf)

Nach derzeitigem Stand wird der Prozess noch mindestens bis Oktober dauern. Hintergrund ist der schwierige Frage, ob der Angeklagte bei der Auseinandersetzung am 20. Januar wirklich einen Stein in der Hand hielt. Fest steht bislang, dass es zunächst eine große Schlägerei in der Disko gab. Anschließend trafen der Angeklagte und das Opfer bei einer zweiten Schlägerei mit mehreren Beteiligten vor der Disko aufeinander. Das 27-jährige Opfer trug mehrere Knochenbrüche am rechten Auge davon und wäre beinahe erblindet.

Der Bruder des Angeklagten (22), der gestern als Zeuge aussagte, konnte wenig zur Aufklärung des Falles beitragen. Er selbst sei von zwei Männern geschlagen worden und habe dann seinen Bruder zu Hilfe gerufen. „Er war sofort bei mir“, so der 22-Jährige. Er habe nicht gesehen, wie sein Bruder mit einem Stein zuschlug. „Dafür war die Zeit zu kurz“, mutmaßte der Zeuge.

Ein Kumpel des Angeklagten, ein 24-Jähriger aus Wolfsburg, ging einen Schritt weiter. Die Schlägerei sei zwar sehr schnell abgelaufen, doch es sei „100-prozentig kein Stein benutzt worden“, betonte er. Der Angeklagte habe sich nur verteidigt, angegriffen habe die gegnerische Gruppe.

Der Verteidiger des Angeklagten stellte für seinen Mandanten einen Antrag auf Aussetzung der Haft. Es liege kein hinreichender Tatverdacht für einen versuchten Totschlag vor, so der Anwalt. Der Prozess wird fortgesetzt.

rpf

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