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Staus überall: Stadtverwaltung zog die Sperrungen vor

Tag der Niedersachsen Staus überall: Stadtverwaltung zog die Sperrungen vor

Frust für viele Autofahrer am Mittwoch: Viele hatten vergessen, dass im Vorfeld des Niedersachsenfestes bereits besondere Verkehrsregelungen gelten. Andere wurden kalt erwischt, als die Stadt Straßensperrungen entgegen der Ankündigung um zwei Tage vorverlegte.

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Straßensperren überall in der Innenstadt: Viele Autofahrer wurden am Mittwoch kalt erwischt.
 

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.  Kalt erwischt wurden am Mittwoch tausende Autofahrer in der Innenstadt – die Verkehrsbeschränkungen zum Tag der Niedersachsen hatten erste dramatische Auswirkungen. Am schlimmsten war der Rückstau auf Berliner Ring und Braunschweiger Straße, weil die Einfahrt in die Schillerstraße gesperrt war. Diese Regelung hatte die Stadt zwar angekündigt – an vielen anderen Stellen aber ging nichts mehr, obwohl dort Einschränkungen erst ab Freitag gelten sollten. Die WAZ machte sich auf den Weg und klapperte alle neuralgischen Stellen ab.

Südkopfcenter: Immer wieder stoppen Autos, ratlos blicken die Fahrer auf die Absperrung vor der Schillerstraße. Manche wenden, viele fahren in die Heinrich-Heine-Straße, einige quetschen sich neben den Sperrbaken durch in die Schillerstraße. Auf dem Berliner Ring staut sich der Verkehr zurück bis zur Nordsteimker Straße, auf der Braunschweiger Straße sieht’s nicht viel besser aus.

„Ich muss doch zum Arzt“

Immerhin: Das hatte die Stadt angekündigt, anderes nicht. Zwischen Goethestraße und Pestalozziallee ist kein Durchkommen mehr, neben der Schillergalerie wird hier eine große Bühne aufgebaut. Die Sperrung erwischt viele völlig unvorbereitet. „Ich muss doch zum Arzt“, will eine Autofahrerin dem Mann vom städtischen Ordnungsdienst erklären. Nein, sie müsse leider wenden, erklärt ihr der Mann in der Uniform. Wegen des Bühnenaufbaus fielen die Straßensperrungen „umfangreicher als ursprünglich geplant“ aus, wird die Verwaltung der WAZ später auf Anfrage mitteilen.

Zumindest steht hier jemand, anders als auf der Kleiststraße. Von hier, so hatte es die Stadt immer wieder angekündigt, könnten Anwohner und Inhaber von Sondergenehmigungen in die Schillerstraße einfahren. Ganz böse Falle: Die Einfahrt in die Schillerstraße ist mit Baken komplett dicht gemacht, ein Schild verbietet die Einfahrt. Kein Zusatz „Anwohner frei“, kein Mitarbeiter des Ordnungsamts da, der die Situation klären könnte. Anwohnerin Michelle Göhner (26) steht mit ihrem Wagen vor der Sperre, schüttelt den Kopf: „Hier sollte ich doch rein kommen, ich bin völlig irritiert.“

Polizei diplomatisch

Zufällig vor Ort ist Polizeioberkommissar Martin Müller, der als Verkehrsexperte die City abfährt und kontrolliert. Er äußert sich mehr als diplomatisch: „Da ist sicherlich noch einiges verbesserungswürdig. Aber das wird bestimmt auch noch verbessert.“ Weg kommt er erstmal nicht wieder, jeder hat eine Frage an ihn. So wie Alema Drmaku: „Ich suche seit zwei Stunden den Bus. Wo sind die?“ Die sind im Schachtweg, wohin die WVG den ZOB verlegt hat. Auch die Linienbusse fahren seit gestern nicht mehr durch die City, sondern nur noch an der Peripherie entlang. Pendler sehen sich plötzlich im Schachtweg aussteigen statt am Kunstmuseum.

Die Zufahrt direkt zum Bahnhof – dicht. Die Verbindung zwischen Kleiststraße und Rothenfelder Straße – dicht. All dies sollte eigentlich erst ab Donnerstag gelten. Warum über Nacht alles über den Haufen geworfen wurde – so recht plausibel vermochte die Verwaltung das nicht zu erklären.

Von Ulrich Franke

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