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Start für „Handyparken“: Bezahlen mit Smartphone

Wolfsburg Start für „Handyparken“: Bezahlen mit Smartphone

Wolfsburg. Im September startet das Projekt „Handyparken“ der Städte Wolfsburg und Braunschweig. Autofahrer können Parktickets bargeldlos per Smartphone-App TraviPay oder SMS bezahlen.

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Smartphone statt Bargeld: Mit der App TraviPay können ab September Parktickets an 110 Automaten bezahlt werden.

Quelle: Britta Schulze

Beim Thema E-Mobilität würden beide Städte „im Gleichschritt vorangehen“, sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs bei der Projektvorstellung mit dem Amtskollegen Ulrich Markurth aus Braunschweig und Vertretern der Firma Sunhill Technologies. 110 Parkautomaten in Wolfsburg und 135 in Braunschweig werden nutzbar sein. In Wolfsburg gilt das ab 1. September, in Braunschweig ab 15. September.

Das gemeinsame Pilotprojekt, das drei Jahre laufen soll, sei „ein kleiner, weiterer Schritt in die Zukunft“, so Mohrs. In den nächsten Monaten werde man sich intensivst mit der Vernetzung und autonomem Fahren beschäftigen. Markurth sagte, die App, die mit Navigator ausgestattet ist, sei gerade für temporäre Gäste attraktiv. „Außergewöhnlich“ findet Matthias Mandelkow, Geschäftsführer von Sunhill Technologies aus Erlangen, die Zusammenarbeit zweier Städte einer Region. Seit 2015 gehört die Firma, die das System an 85 weiteren Standorten schon eingeführt hat, zur Volkswagen-Familie.

Vorteile beim Handy-Parken: Kramen nach Kleingeld entfällt, der Navigator leitet per GPS-Funksignal in die gewünschte Parkzone oder zu Fuß zurück zum Fahrzeug und man kann die Parkezit aus der Ferne verlängern. Besonders häufig werde die App übrigens bei Regenwetter genutzt, erzählt der zweite Geschäftsführer Christoph Schwarzmichel

Allerdings zeigt sie (noch) nicht, ob es auch freie Plätze gibt. Die technische Ausstattung einzelner Flächen wäre zu teuer. „Darüber reden wir in drei Jahren“, so Mandelkow. Auch Parkhäuser fallen wegen Kosten für die Umrüstung von Schranken vorerst raus.

So funktioniert die TraviPay-App

Wie funktioniert‘s? Die App TraviPay für Smartphones (Android und iOS) gibt‘s gratis. Damit können Nutzer eine Straßenkarte aufrufen und die Parkzone auswählen, zu der Auswärtige sogar per Navigator geleitet werden. Wenn ein freier Parkplatz gefunden ist, gibt man per Smartphone die Kennzahl der Zone, sein Autokennzeichen und die Parkdauer ein. Sie kann später auch mobil verlängert werden. Einen Parkzettel muss man nicht ziehen, die Bestätigung/Quittung gibt‘s digital. Gleichzeitig gehen die Daten ans Ordnungsamt.

Wie viel kostet das? Die Bezahlung der Parkgebühren mit der App läuft über Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder über die Mobilfunkrechnung. Der jeweilige Tarif ist gespeichert und wird angezeigt. Pro Vorgang fallen aber neben der regulären Gebühr nochmal 0,14 Prozent dieser Summe (je nach Dauer der Parkzeit) zuzüglich 14 Cent für den Service an.

Geht das auch ohne App? Ja, wenn das Handy bei den Partnern von Telekom, Vodafone, e plus, O2 oder mobilcom debitel angemeldet ist. Dann gibt man eine SMS mit dem Autokennzeichen, der gewünschten Parkdauer sowie eine Kennnummer ein, die am Parkscheinautomaten angegeben ist. Dort steht auch noch einmal die genaue Anleitung. Die Abrechnung erfolgt über die Mobilfunkrechnung.

amü

Bargeldlos parken

ein Kommentar von Andrea Müller-Kudelka

Demnächst kann ich mit meinem Handy also nicht nur telefonieren, im Internet surfen und Pokémon jagen, sondern auch Parkgebühren bezahlen.

Manchmal zweifle ich daran, ob die modernen Zeiten wirklich so gut für uns sind. Ich selbst zahle immernoch gern mit Bargeld. So behalte ich besser den Überblick über meine Finanzen, denn ich fühle, wenn das Portemonnaie leichter wird.

Zum Glück bleibt bei den Parkautomaten ja die Bargeld-Funktion weiterhin erhalten, und da spare ich sogar ein paar Cent. Aber es hat sicher auch Vorteile, wenn man beim Arzt oder Friseur sitzend die Parkzeit verlängern kann.

Wofür ich mich begeistern könnte, wäre, wenn mir die App TraviPay verraten würde, ob es überhaupt freie Parkplätze gibt. Naja, kommt ja vielleicht noch.

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