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Stadt Wolfsburg Standing Ovations für Holocaust-Überlebende
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Standing Ovations für Holocaust-Überlebende
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10:01 09.05.2018
Großer Moment: Sara Frenkel (2.v.l.) und Anita Lasker-Wallfisch (3.v.l.) im Schloss.
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Wolfsburg

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Wolfsburg gedachte am Dienstag der Befreiung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Es gab Kranzniederlegungen an den drei Gedenkstätten, Höhepunkt war aber die Feierstunde im Schloss, bei der sich die Holocaust-Überlebenden Sara Frenkel und Anita Lasker-Wallfisch ins Goldene Buch der Stadt eintrugen.

Standing Ovations im Schloss

Es gab Standing Ovations für die betagten Damen. Beide waren gerührt. „Ich bin beeindruckt von dem, was sich hier tut“, lobte Anita Lasker-Wallfisch. Damit meinte sie die Wolfsburger Anstrengungen zur Aufarbeitung der NS-Geschichte. „Das tröstet ein bisschen“, so die ehemalige Cellistin aus dem Auschwitz-Orchester. Und es „gibt Hoffnung.“ Sara Frenkels Worte waren nachdenklicher. Sie erinnerte daran, dass es ein bisschen gedauert habe, bis sich Wolfsburg an die 20.000 Zwangsarbeiter erinnert habe. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, die Opfer der NS-Diktatur nicht zu vergessen. Das forderte auch Propst Ulrich Lincoln an der Gedenkstätte in der Werderstraße. Aber er mahnte auch, den 8. Mai nach wie vor als Befreiung für Deutschland zu sehen. Das sei heute besonders wichtig, weil Rechte genau das in Frage stellten: „Sie wollen das Leid der Opfer mit dem Leid der Deutschen aufwiegen.“ Deutschland müsse eine gesellschaftliche Antwort darauf finden. „Wir sollten miteinander leben, nicht gegeneinander“.

Diskussion mit Schülern

Ein Gewaltregime wie die NS-Diktatur dürfe es nie wieder geben. Das unterstrichen auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Schüler der Waldorfschule, die Texte in der Werderstraße vortrugen. Schülerin Noelle Kiefer schrieb dazu einen Poetry Slam. Schüler diskutierten später noch mit Frenkel und Lasker-Wallfisch im Schloss über das Thema.

Von Sylvia Telge

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