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Stammzellenspende: „Wolfsburg hilft“ seit 22 Jahren

Fit & Gesund Stammzellenspende: „Wolfsburg hilft“ seit 22 Jahren

Wenn es um Hilfe und persönliche Beratung von Betroffenen geht, um einen Ansprechpartner in einer immens schweren Phase des Lebens, dann fällt immer wieder der Name „Wolfsburg hilft“. Seit mittlerweile 22 Jahren kümmert sich ein engagiertes Team um Vorsitzende Petra Neumann-Wollenhaupt um Menschen mit Leukämie-, Hodgkin- oder Plasmozytomerkrankungen.

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Hilfe für Menschen mit Leukämie-, Hodgkin- und Plasmozytomerkrankungen: Der Verein „Wolfsburg hilft“ um Gründerin Petra Neumann-Wollenhaupt hat in 22 Jahren unter anderem 36.600 potenzielle Stammzellenspender gewinnen können.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Im Rahmen großartiger Typisierungsaktionen unter Regie des Vereins konnten in den Regionen Wolfsburg und Umgebung 36.600 potenzielle Stammzellenspender gewonnen, ihre Zellproben analysiert und die Ergebnisse ins internationale Stammzellenregister eingespeist werden. „Wolfsburg hilft“ arbeitet dabei eng mit der bundesweit bekannten ehemaligen Deutschen Knochenmarks-Spenderkartei (jetzt DKMS) sowie anderen Spenderkarteien zusammen.

Petra Neumann-Wollenhaupt betont die gleichen Zielrichtungen von „Wolfsburg hilft“ und DKMS in der Sammlung von Spenderdaten. „Die Typisierungsaktionen sind ein spektakuläres Detail unserer Arbeit“, so die Vorsitzende. Wenn Firmen, Fußballmannschaften, Feuerwehren und andere sich gemeinsam engagieren, anderen, oft wildfremden Menschen zu helfen, sei das einfach großartig. Doch der Wolfsburger Verein mit über 100 aktiven und fördernden Mitgliedern sei mehr als ein wichtiger Bestandteil der Spenderdatei. „Ansprechpartner zu sein in unglaublich schwerer Zeit, Patienten und Angehörigen gleichermaßen ein Ohr zu schenken und zu helfen, wo immer es möglich ist, betrachten wir als ebenso wichtige Aufgabe und stets neue Herausforderung.“

Petra Neumann-Wollenhaupt spricht aus eigener leidvoller Erfahrung vor weit über 20 Jahren, als ihr Sohn selbst an einer tückischen Krankheit litt. Eine Chemotherapie half, die Familie blieb zusammen. „Doch wir fühlten uns schon sehr allein“.

Nach kurzer „Denkpause“ gründete Neumann-Wollenhaupt „Wolfsburg hilft“, nie daran glaubend, wie großartig sich das Ganze einmal entwickeln würde. „Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass den Menschen heute das Schicksal anderer egal ist“, sagt die Vereins-Gründerin. Ob bei den Typisierungen, bei Besuchen in unserer Geschäftsstelle, bei den Gesprächsrunden und vielen anderen Gelegenheiten mehr spüre man den Wunsch vieler, sich für das Wohlergehen des Nächsten zu engagieren.

Und obwohl der Verein „Wolfsburg hilft“ heißt, registriere man Hilfe und Anteilnahme aus einer Region, die weit über die Stadtgrenzen hinaus gehe. „Uns sind alle willkommen, die einen geradezu unvorstellbaren plötzlichen Schicksalsschlag bewältigen müssen, die dafür das Gespräch suchen“, sagt Petra Neumann-Wollenhaupt. „Und wir freuen uns über Spender, die unsere immens wichtige Arbeit unterstützen.“

INFO: „Wolfsburg hilft“

Der gemeinnützige Verein „Wolfsburg hilft“ hat seinen Sitz in Fallersleben in der Kampstraße 7, Telefon 05362/3332. E-Mail: mail@wolfsburg-hilft.de .

Der Vorstand besteht aus Petra Neumann-Wollenhaupt (Vorsitzende), Gabriele Schrader (stellvertretende Vorsitzende) Ute Schulze (Schatzmeisterin), Sven Paschke (Pressewart) und Schriftführer Thomas Fischer. Ehrenmitglied ist Horst Hastedt. Schirmherr von „Wolfsburg hilft“ ist Bernd Osterloh, den Beirat stellen Dr. Katrin Heine, Dr. Lars Nachbar, Hartmut Keitel, Hanno Kuba und Gudrun Kneiske-Spitzer.

Der Gesprächskreis für Patienten mit Leukämie-, Hodgkin- oder Plasmozytom-Erkrankungen sowie Angehörige und Freunde findet jeweils am zweiten Montag des Monat, 18 bis 20 Uhr, im Gemeindehaus der katholischen St. Marien-Gemeinde Fallersleben, Herzogin-Clara-Straße, statt.

Spenden sind möglich unter anderem auf das Konto IBAN DE 89 2699 1066 0650 6500 00 bei der Volksbank Brawo oder bei der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, IBAN DE 80 2695 1311 0096 0033 30. Für Spenden ab 20 Euro wird auf Antrag auch eine Spendenbescheinigung erteilt.

In den Anfangsjahren der Knochenmarks-Spenderdatei musste den Spendern noch Blut abgenommen werden. Heute wird die Spritze durch ein Wattestäbchen ersetzt. Eine Speichelprobenentnahme genügt bereits.

von Burkhard Heuer

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