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Stammt das Stachelschwein aus einer illegalen Zucht?

Wolfsburg Stammt das Stachelschwein aus einer illegalen Zucht?

Rätselraten um das Stachelschwein aus Hehlingen: Nachdem am Samstag eine Spaziergängerin das exotische Tier in einem Wasserrohr gefunden hatte (WAZ berichtete), liefen gestern bei den Tierschützern die Telefondrähte heiß.

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Das Stachelschwein im Artenschutzzentrum Leiferde: Karin Page-Tucholke fand das geschützte Tier, Helfer bargen es zunächst in einer Tonne.

Quelle: Photowerk (gg)

Woher kommt das Tier? Aus einer illegalen Zucht?

Das Stachelschwein fand eine Zuflucht beim NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde. Leiterin Bärbel Rogoschik sucht mit Hochdruck nach dem Besitzer des Tieres. „Ich habe bereits sieben Tierärzte in der Region abtelefoniert, bislang jedoch leider ohne Erfolg“, sagt die Biologin. Es sei zwar das erste Mal, dass ein Stachelschwein im Artenschutzzentrum Zuflucht findet - doch begeistert ist die Leiterin davon ganz und gar nicht: „Das Tier steht unter strengem Artenschutz“, betont Rogoschik. Sie hoffe bei der Suche nach dem Besitzer deshalb auf die Hilfe der Bevölkerung.

Stachelschweine leben in Afrika, Asien und in Südeuropa. Das „Gewöhnliche Stachelschwein“ gehört zur Liste der bedrohten Arten - die Ein- und Ausfuhr in und aus der Europäischen Union unterliegt strengen Vorschriften. Deshalb drängt sich die Frage auf: Wurde das Tier illegal nach Hehlingen gebracht? Bärbel Gädke, Vorsitzende des Tierschutzvereins Wolfsburg und Umgebung, bekam gestern einen Hinweis auf eine illegale Stachelschwein-Zucht. Bislang ließ sich dieser Hinweis aber nicht bestätigen.

Das Stachelschwein bekam dagegen von dem Wirbel wenig mit. Es erholt sich derzeit in seiner vorläufigen Unterkunft, dem Storchenhaus des Artenschutzzentrums, von den Strapazen und tankt schlafend Kräfte auf.

Hinweise zu den Besitzern des Stachelschweins nehmen der NABU unter Tel. 05373/6677 und Bärbel Gädke unter Tel. 0172/4337335 entgegen.

rpf

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