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Stadtwerke-Affäre: Jahrelange Haft für Nahrstedt und Karp?

Wolfsburg Stadtwerke-Affäre: Jahrelange Haft für Nahrstedt und Karp?

Maik Nahrstedt und Markus Karp könnten mehrere Jahre Haft drohen! Das gab die Staatsanwaltschaft gestern bekannt, nachdem sie gegen beide im Rahmen der Stadtwerke-Affäre Anklage wegen Untreue in besonders schwerem Fall erhoben hat (WAZ berichtete exklusiv).

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Stadtwerke-Affäre: Makus Karp ist wegen Untreue angeklagt - Maik Nahrstedt erklärt: "Ich war in einer Zwangslage".

Ob es tatsächlich zum Prozess kommt, entscheidet das Landgericht Braunschweig.

Ex-Stadtwerke-Chef Karp wird zur Last gelegt, dass er Nahrstedt von 2005 bis 2010 für die Öffentlichkeitsarbeit der CDU in Wahlkämpfen freigestellt habe. Dabei bezog Nahrstedt trotzdem volle Bezüge - rund 80.000 Euro seien ihm zu Unrecht gezahlt worden. In der Anklageschrift nennt die Staatsanwaltschaft konkrete Namen: Beispielsweise soll Nahrstedt für Thorsten Werner, Werner Reimer, Peter Kassel, Dr. Oliver Munte und Karp Texte in der Lokalpresse platziert haben. Ferner habe Nahrstedt während seiner Arbeitszeit auch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Oberbürgermeister- und Kommunalwahlkampf geleistet, so die Staatsanwaltschaft.

Jetzt muss das Gericht entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Doch da Nahrstedt die Sache selbst ins Rollen gebracht hatte und geständig ist, geht Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, von einem öffentlichen Prozess aus. Sollte Karp weiter seine Unschuld beteuern, würden bis zu 20 Zeugen gehört. Laut Seel müssen die Angeklagten bei einer Verurteilung mit Haftstrafen von sechs Monaten bis zehn Jahren rechnen.

Nahrstedt ist erleichtert, dass die Ermittlungsbehörden den Fall so einschätzen, wie von ihm schon 2010 geschildert: „Ich habe auf Anweisung gehandelt und befand mich in einer Zwangslage, weiß aber auch, dass ich mich auf so etwas nicht hätte einlassen dürfen. Ich werde dafür vor Gericht gerade stehen.“

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