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Stadt will die Einschulung erzwingen

Wolfsburg Stadt will die Einschulung erzwingen

Peinliche Panne der Schulverwaltung: Den Eltern von Anita Schneider (7) wurde ein Verfahren angedroht, weil sie ihre Tochter angeblich nicht zur Schule angemeldet hätten. Dass Anita bereits die zweite Klasse besucht, war dem Amt offenbar entgangen.

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Antje Schneider und ihre Tochter Anita: Die Stadt drohte mit Verfahren und Sozialdienst – dabei geht das Mädchen längst in die Glockenbergschule.

Antje Schneider fiel aus allen Wolken, als sie den nicht eben freundlich formulierten Brief der Stadt bekam. Anita sei jetzt schulpflichtig, hieß es dort, dennoch sei keine Schulanmeldung erfolgt. Als Folge wurde ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren angedroht sowie der Besuch des Allgemeinen Sozialdienstes - um sich um das „Kindeswohl“ zu kümmern.

Mutter Antje Schneider war sauer: „Der Brief ist eine reine Frechheit.“ Tatsächlich besucht Tochter Anita bereits die 2. Klasse der Grundschule in Fallersleben. Und das genau teilte die Mutter der Verwaltung auch umgehend per Anhörungsbogen mit - versehen mit dem Zusatz „Peinlich, oder?“ Ob es der Verwaltung peinlich war, erfuhr die Mutter allerdings nicht: „Niemand rief an, um sich vielleicht mal zu entschuldigen.“

Auf WAZ-Nachfrage räumte Stadt-Sprecherin Raphaela Hensch die Panne sofort ein: „Das tut uns leid.“ Durch eine direkte Kommunikation hätte das Missverständnis gewiss ausgeräumt werden können. Allerdings sei der Fall auch Beleg dafür, dass für die Verwaltung das Wohl des Kindes an erster Stelle stehe: Falls Eltern fälschlich angeschrieben würden, bitte man um Entschuldigung und um Verständnis.

fra

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