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Stadt plant Schnellstrecke über L 290 und Dieselstraße

Wolfsburg Stadt plant Schnellstrecke über L 290 und Dieselstraße

Mit einer Schnellstrecke über L 290 und Dieselstraße will die Stadt den Verkehr im Südosten in den Griff bekommen. Die Dieselstraße soll durchgängig vierspurig verlaufen. Der St.-Annen-Knoten an der Berliner Brücke und zwei Kreuzungen bei Reislingen müssen aus- und umgebaut werden.

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Verkehr auf der Dieselstraße: Sie soll Teil einer Schnellstrecke werden.

Quelle: Photowerk (bb/Archiv)

Wie genau der Ausbau verläuft, soll sich in den nächsten zwei Jahren zeigen. Für die Planung sind zwei Millionen Euro veranschlagt. Parallel werden Park&Ride sowie Strecken für Bus oder Bahn geplant (siehe rechts). Eine Osttangente sei geprüft, aber verworfen worden, so Stadtbaurätin Monika Thomas.

2018 kann der Ausbau der Dieselstraße beginnen. Die L 290 (Zollstraße) bleibt zweispurig, muss aber teils einen anderen Verlauf nehmen. Denn: Schnellstrecke bedeutet nicht, dass sich die Höchstgeschwindigkeit erhöht - aber der Verkehr soll ohne Hindernisse fließen. Deshalb braucht die Strecke an Kreuzungen Extra-Abbiegespuren. In Reislingen ist wegen der Bebauung aber zu wenig Platz. Deshalb wird der Bereich östlich der Zollstraße in Richtung Neuhaus untersucht.

Der Bauausschuss behandelte das Thema gestern in erster Lesung - eine Abstimmung gab es nicht. Christine Fischer (CDU) kritisierte, dass Reislingen und Neuhaus durch die L 290 als Schnellstraße getrennt würden. Oberbürgermeister Klaus Mohrs betonte: „Wir sind innerhalb des Korridors offen für Varianten.“ Am 12. Februar will er in Reislingen mit Bürgern reden. Auch über den notwendigen Lärmschutz.

Prognosen rechnen bis 2020 auf allen Einfallstraßen mit mehr Autos - laut Verkehrssimulation ein Zuwachs zwischen 7000 (Nordsteimke) und 10.000 (Dieselstraße) täglich. Mohrs betont: „Wir können den Verkehr nicht wegzaubern, aber wir versuchen, ihn dorthin zu bringen, wo weniger Menschen wohnen.“ Zurzeit läuft der Hauptstrom aus Südost über die Nordsteimker Straße. Dort ist ein Riesenwohngebiet geplant - die Strecke muss später zusätzlich Anliegerverkehr bewältigen.

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