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Stadt kassiert 2,6 Millionen Euro von Rasern und Falschparkern

Wolfsburger Ordnungsdienst Stadt kassiert 2,6 Millionen Euro von Rasern und Falschparkern

Die einen fahren zu schnell, die anderen parken zu lange: 2,6 Millionen Euro hat die Stadt letztes Jahr von Verkehrssündern einkassiert. Die Zahl ist deutlich gesunken – für mehr Kontrollen fehlt das Personal.

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Mobiler Blitzanhänger: Insgesamt wurden 45.147 Geschwindigkeitsverstöße durch den städtischen Ordnungsdienst verzeichnet.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg.  Der Städtische Ordnungsdienst hat letztes Jahr 104.081 Verstöße wegen Raserei, Parksünden, Alkohol am Steuer oder überfahrener roter Ampeln registriert – weit weniger als in den letzten Jahren. Mit knapp 2,6 Millionen Euro fielen auch die Einnahmen aus Buß- und Verwarnungsgeldern deutlich geringer aus als zuletzt. All dies liegt laut Stadtverwaltung allerdings – leider – nicht an einer gestiegenen Verkehrsmoral.

„Der Rückgang der Ordnungswidrigkeiten-Verfahren 2017 lässt leider keine Rückschlüsse auf eine Kehrtwende im Verkehrsverhalten zu“, sagt Jens Krause, Leiter des Ordnungsamts. Die Zahlen seien vielmehr auf „Personalengpässe im Bereich der Verkehrüberwachung“ zurück zu führen.

104.081 Verstöße

Insgesamt wurden 104.081 Verstöße registriert (2016: 111.076; 2015: 129.091; 2014: 104.524). In 14.762 Fällen wurden Bußgeld- und Kostenbescheide erlassen (2016: 15.202; 2015: 17.231; 2014: 14.816). Die Höhe der Buß- und Verwarnungsgelder belief sich auf 2.599.520 Euro (2016: 2.752.050 Euro; 2015: 3.250.571 Euro; 2014: 2.594.431 Euro).

Insgesamt wurden 45.147 Geschwindigkeitsverstöße verzeichnet, im Vorjahr waren es 45.467 (2015: 64.977). Daraus folgten 4013 Bußgeldbescheide (2016: 5222; 2015: 6502; 2014: 5014). 365 Fahrverbote wurden ausgesprochen (2016: 530; 2015: 565; 2014: 250). Durch die Messungen nahm die Stadt 1.242.815 Euro ein (2016: 1.430.574 Euro; 2015: 1.904.261 Euro: 2014: 1.382.116 Euro).

Zehntausende Parkvergehen

Im vergangenen Jahr wurden 37.326 Verfahren wegen Parkverstößen eingeleitet (2016: 47.400; 2015: 41.544; 2014: 48.264). 4987 Bußgeld-und Kostenbescheide wurden erlassen (2016: 4968; 2015: 5047; 2014: 5971). Aus den Verfahren resultierten 598.360 Euro Einnahmen (2016: 704.632; 2015: 610.949 Euro; 2014: 730.543 Euro).

Weitere 21.608 Verfahren gab es unter anderem wegen Alkohol- und Betäubungsmittelverstößen, Verkehrsunfällen und Geschwindigkeits- sowie Rotlichtverstößen; Grundlage waren Anzeigen durch die Polizei oder Privatpersonen – letzteres überwiegend wegen Parkverstößen (2016: 18.209; 2015: 22.570; 2014: 9060). Daraus folgten über Verwarnungsverfahren hinaus 5862 Bußgeld- und Kostenbescheide (2016: 5012; 2015: 5682; 2014: 3831) sowie 253 Fahrverbote (2016: 229; 2015: 332; 2014: 272). 758.345 Euro Bußgeld wurden eingenommen (2016: 616.844; 2015: 735.361 Euro; 2014: 502.133 Euro).

Von Ulrich Franke

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