Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Stadt erwartet nächstes Jahr 50 Millionen Euro Minus

Haushalt 2018 Stadt erwartet nächstes Jahr 50 Millionen Euro Minus

Ein rechnerisches Minus von 50 Millionen Euro bei einem Haushaltsvolumen von 500 Millionen, weniger Gewerbesteuer, gesunkene Investitionen – Wolfsburg muss 2018 sparen. Dennoch wären viele andere Städte über die hiesigen finanziellen Möglichkeiten immer noch froh.

Voriger Artikel
Räuberische Erpressung: 62 Jährige mit Waffe bedroht
Nächster Artikel
Aktion bei Real: Kunden erfüllten Kinderwünsche

Wolfsburg muss den Gürtel enger schnallen: Die Stadt geht das Haushaltsjahr 2018 mit einem erwarteten Minus von 50 Millionen Euro an.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg geht mit einem erwarteten Minus von 50 Millionen Euro in das kommende Haushaltsjahr 2018. Absehbaren Ausgaben in Höhe von 498 Millionen Euro stehen Einnahmen in Höhe von lediglich 448 Millionen Euro entgegen. Noch ist das Defizit kein unlösbares Problem, weil zum Jahresende 2018 mit der immer noch vorhandenen Überschussrücklage zumindest fiktiv ein ausgeglichener Etat erreicht werden kann. Dennoch sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) am Mittwoch bei der Einbringung des Haushalts im Rat klipp und klar: „Wir müssen den Gürtel enger schnallen.“

Trotz engeren Gürtels gab der Verwaltungschef aber auch gleich wieder ein Stück weit Entwarnung: „Die Stadtentwicklung wird dabei nicht kaputt gespart.“ Kinder- und Familienfreundlichkeit, Wohnraumschaffung und fortschreitende Digitalisierung hätten nach wie vor Priorität.

Hauptproblem sind nach wie vor die Gewerbesteuereinnahmen (hauptsächlich von VW): In der mittelfristigen Finanzplanung waren für nächstes Jahr 150 Millionen Euro kalkuliert worden, tatsächlich setzt die Verwaltung jetzt nur noch 135 Millionen Euro an. Realistisch sei erst ab 2020 aufwärts wieder mit den erhofften 150 Millionen Euro zu rechnen.

Die größten Ausgabe-Positionen liegen in den Bereichen Soziales mit Sach- und Personalausgaben von fast 100 Millionen Euro (Vorjahr: knapp 92 Millionen Euro) sowie Jugend mit 83 Millionen (73). Für Investitionen sind nach 157 und 124 Millionen Euro in den Vorjahren nur noch 80 Millionen Euro vorgesehen. Allerdings: Diesen „kleinen“ Gewerbesteuersatz sowie das „abgespeckte“ Investitionsprogramm „würden viele andere Städte liebend gern haben“, erinnert Oberbürgermeister Mohrs – wenn in Wolfsburg gejammert werde, geschehe dies nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Von Ulrich Franke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg