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Stadt Wolfsburg Stadt Wolfsburg: Ärztlicher Versorgungsgrad „keineswegs zufriedenstellend“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Stadt Wolfsburg: Ärztlicher Versorgungsgrad „keineswegs zufriedenstellend“
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23:59 18.06.2018
Diskussionsstoff: Die KVN ist mit dem Versorgungsgrad bei Hausärzten zufrieden, die Stadt Wolfsburg sieht es kritischer. Quelle: Foto: dpa
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Wolfsburg

Gibt es in Wolfsburg genügend Hausärzte? Diese Frage sorgt weiter für Diskussionen. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) verweist auf die aktuellen Zahlen, die belegen, dass von einer Unterversorgung in Wolfsburg keine Rede sein kann (WAZ berichtete). Doch die Stadt merkt an, dass es dennoch Probleme gibt.

Die so genannte Bedarfsplanung legt genau fest, wie viele Hausärzte es in einem Gebiet geben soll – diese Zahl richtet sich vor allem nach der jeweiligen Einwohnerzahl. Erst wenn dieser Wert unter 75 Prozent sinkt, spricht man von Unterversorgung. Da der Wert in Wolfsburg derzeit bei 97,2 Prozent liegt, könne laut KVN von einem Mangel an Hausärzten nicht die Rede sein.

„Rund ein Drittel der Hausärzte ist bereits über 60 Jahre alt.“

Doch die Stadt verweist zum Beispiel auf die kommende Entwicklung. Zum einen werden viele Mediziner bald in Ruhestand gehen. „Rund ein Drittel der Hausärzte ist bereits über 60 Jahre alt“, sagt Monika Müller, Stadträtin für Soziales und Gesundheit. Zum anderen dürfte die Einwohnerzahl in Wolfsburg vor allem durch die neuen Baugebiete bald deutlich steigen – und somit auch der Bedarf an Hausärzten.

Doch nicht nur in der Zukunft, auch schon jetzt sieht die Stadt die Lage nicht so rosig wie die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. Zwar wird der Versorgungsgrad von 97,2 Prozent nicht bestritten. Sozialrätin Monika Müller verweist aber auf Faktoren, die man zusätzlich berücksichtigen müsse: „Es werden beispielsweise bei der Versorgung nicht die tatsächlichen Sprechzeiten gerechnet, sondern einfach nur die Zahl der niedergelassenen Ärzte.“

Teilzeit, Urlaub und Krankheitsausfälle sind nicht mit eingerechnet

Dass Mediziner immer häufiger in Teilzeit arbeiten, würde dabei nicht berücksichtigt. Müller mahnt: „Es geht ja darum, ob ich einen Arzt tatsächlich erreichen kann. Eine verschlossene Praxistür bringt erst mal noch nichts.“ Außerdem müssten bei den Berechnungen auch Urlaub, Notdienste, Fortbildungsmaßnahmen und Krankheitstage der Ärzte berücksichtigt werden.

Zudem, so die Stadt weiter, liege die Versorgung mit Hausärzten im Wolfsburger Umland derzeit nur bei 79,8 Prozent. Viele Patienten aus dem Umland müssten daher nach Wolfsburg ausweichen und hier für zusätzlichen Andrang bei Hausärzten sorgen.

Neue Ärzte – dringend gesucht

Daher steht für Sozialrätin Monika Müller fest: „Der Versorgungsgrad von 97,2 Prozent für Wolfsburg ist keineswegs zufriedenstellend, wir müssen auch weiterhin mit Nachdruck dafür sorgen, dass sich neue Hausärzte in Wolfsburg niederlassen.“

Von Carsten Baschin

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