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Spuren der Historie: Verschüttete Bunker auf dem Hageberg

Stadtgeschichte Spuren der Historie: Verschüttete Bunker auf dem Hageberg

Neben den bei Bauarbeiten freigelegten Fundamenten einer Arbeitslager-Baracke der KZ-Außenstelle auf dem Laagberg gibt es auch auf dem Hageberg sichtbare Spuren der jüngsten Stadtgeschichte. Heinz Gläser spielte als Kind in mittlerweile verschütteten Bunkern – und nahm die WAZ jetzt mit auf eine Zeitreise.

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Metallverstärkte Gesteinsbrocken auf dem Hageberg: Hier, so Heinz Gläser, war früher der Eingang zu einem Bunker.
 

Quelle: Britta Schulze

Hageberg/Laagberg.  Spuren der Stadtgeschichte zu sichern, das ist das Ziel der Stadtverwaltung auf dem Laagberg, wo Fundamente eines ehemaligen KZ-Außenlagers freigelegt wurden. Heinz Gläser (73) kennt weitere Orte, die er gern kenntlich machen würde.

Der erste befindet sich an der Heinrich-Nordhoff-Straße/Ecke Grauhorststraße. Unter Gras sind Steine im Boden zu erkennen. „Das ist Blau-Basalt, ein Rest der befestigten Straße, die zum Lager führte“, erklärt Gläser. 1954 zog er selbst auf den Hageberg. „Wir Kinder haben in den Bunkern gespielt“ In einem Waldstück zeigt Gläser auf drei Gesteinsbrocken. „Hier war der Eingang zum ersten Bunker, der befindet sich größtenteils unter diesem Privatgrundstück“, sagt er und weist in Richtung eines Gartenzauns.

Nahe der Auto-Uni liegt noch ein Beton-Brocken. Gläser meint: „Wahrscheinlich von der Flak-Stellung.“ Dann führt er zu einer Trauerweide am Kölner Ring. Dort befand sich der zweite Bunker. „Er wurde im Rahmen von Straßenbauarbeiten zugeschüttet. Aber man könnte ihn wieder freilegen“, sagt der 73-Jährige. 

Blau-Basalt im Boden: Dabei handelt es sich laut Heinz Gläser um die alte Straße zum KZ-Außenlager am Laagberg.

Auch der Unteren Denkmalpflege hat Gläser diese Orte und alte Unterlagen gezeigt. Er hofft, dass das bei der Planung der Gedenkstätte auf dem Laagberg mit einfließt. „Dann kann man hier Schilder aufstellen“, meint er. Es entstünde quasi ein Pfad der Erinnerung. Die Verwaltung werde „dem nachgehen und das weitere Vorgehen besprechen“, so Sprecherin Elke Wichmann.

Von Andrea Müller-Kudelka

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